Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 14. Juni 2019

Wahlen: GRÜNE fast flächendeckend vorne

 

Bei Wahl zum Gemeinderat verlieren CDU und SPD im gesamten Stadtgebiet: Öko-Partei in 22 Stadtteilen Nummer eins / Drei gehen an CDU / Je einer an SPD und AfD

Der Höhenflug der Grünen, die mit satten 30 Prozent als klare Sieger aus der Gemeinderatswahl am 26. Mai hervorgingen, zeigt sich auch deutlich in den Ergebnissen der einzelnen Stadtteile. Gleich 22 der 27 Karlsruher Quartiere gingen an die Öko-Partei, drei an die CDU, jeweils eines an SPD und AfD.

Dabei legten die Grünen auch in den Quartieren der Innenstadt, die bereits bei der Kommunalwahl 2014 zu ihren Hochburgen zählten, noch eine Schippe drauf. So steigerten sie sich in der Weststadt von 26,6 Prozent im Jahre 2014 auf jetzt 38,7 Prozent, in der Innenstadt-West von 26,6 auf gar auf 39,8 Prozent. Aber auch in den Bergdörfern sorgte das Abschneiden der Grünen für Aufsehen. In Hohenwettersbach erzielten sie 32,8 Prozent und lagen damit über ihrem gesamtstädtischen Ergebnis – und deutlich vor CDU und SPD. Auch in den CDU-Hochburgen Stupferich, Grünwettersbach und Palmbach kamen die Grünen der Union bedrohlich nahe. Die CDU hielt zwar diese Stadtteile (Stupferich: 31,4 Prozent, Grünwettersbach: 28,6 Prozent, Palmbach: 31,2 Prozent), doch die Grünen wurden in den drei CDU-Bastionen mit deutlich zweitstärkste Kraft. In Stupferich kamen sie auf 26,5 Prozent, in Grünwettersbach auf 22,1 Prozent,  in Palmbach auf 22,7 Prozent.

Die CDU wiederum, die auf ein Gesamtergebnis von 18.7 Prozent kam, sprang nur in Stupferich und Palmbach über die 30-Prozent-Marke. In der Südstadt (10,0 Prozent) und in der Oststadt (10,5 Prozent) schnitten die Christdemokraten am schlechtesten ab. Die SPD gelangte nur in Wolfartsweier über die 20-Prozent-Marke. Ihr Ergebnis dort, läuft dem Trend der Kommunalwahl entgegen, bei der die Sozialdemokraten mit deutlichen Verlusten auf ein Gesamtergebnis von nur 14,3 Prozent kamen. In Wolfartsweier wurde die SPD mit 24,7 Prozent stärkste Partei. Die Grünen erzielten dort 22,2, die CDU kam auf 19,8 Prozent. Am wenigsten Zuspruch fand die SPD in Stupferich (9,7 Prozent) und in der Südstadt (10,0 Prozent). Auch Oberreut zeigt ein Ergebnis wider den Trend. Dort wurde die AfD mit 21,9 Prozent stärkste Partei, vor CDU (20,5 Prozent) und Grünen (16,4 Prozent). Ihr schwächstes Ergebnis erzielte die AfD in der Südstadt (4,0 Prozent) und in der Innenstadt-West (4,2 Prozent). Die Südstadt wiederum war Hochburg der LINKEN. Dort erzielte sie 11,9 Prozent, gefolgt von der Nordstadt mit 11,4 Prozent. In Wolfartsweier stimmten nur 2,8 Prozent für Die LINKE. Die FDP schrammte in Grötzingen (9,7 Prozent) und Neureut (9,5 Prozent) knapp an der Zehn-Prozent-Marke vorbei und hatte in Oberreut mit 4,4 Prozent den geringsten Zuspruch.

Die Wahlbeteiligung, die in der Gesamtstadt 58,7 Prozent betrug, zeigt im Vergleich der Stadtteile deutliche Unterschiede. Spitzenreiter war Hohenwettersbach mit 75,2 Prozent. Schlusslicht  Oberreut: Dort  gingen nur 37,2 Prozent der Wahlberechtigten an die Urne. -trö- 

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe