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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Juni 2019

Rheinbrücke: Alles läuft im grünen Bereich

IM BAUZELT: Verkehrsminister Hermann (Bildmitte) im Gespräch mit Regierungspräsidentin Felder und  Referatsleiter Gentner (links daneben). Foto: Fränkle

IM BAUZELT: Verkehrsminister Hermann (Bildmitte) im Gespräch mit Regierungspräsidentin Felder und Referatsleiter Gentner (links daneben). Foto: Fränkle

 

Baustellenbesuch von Verkehrsminister Hermann / Vollsperrungen im Herbst / Land hält Zweite Rheinbrücke weiter für notwendig

„Nicht nur die Stadt Karlsruhe, sondern die ganze Region ist abhängig von so einem Bauwerk, das auch in Zukunft trag- und leistungsfähig sein muss“, machte der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann am Mittwoch beim Vor-Ort-Termin auf der Rheinbrücke Maxau deutlich.

„Bislang wurde bei der „Ertüchtigungsmaßnahme sehr gute intensive Arbeit geleistet“, lobte Regierungspräsidentin Sylvia M. Felder den Bauablauf. Der erstmals bei einem Projekt dieser Größe in Deutschland eingesetzte ultrahochfeste Beton sorge für geringere Verkehrsbeschränkungen beim Bau und danach für Jahrzehnte für einen besseren Verkehrsfluss.

„Wir liegen im Zeitplan“, vermeldete der Leiter des Baureferats beim Regierungspräsidium, Jürgen Gentner. So soll ab dem 20. Juli das Bauzelt abgebaut und dann die Fahrtrichtung Karlsruhe in Angriff genommen werden. Der Betoneinbau mit Vollsperrungen der Brücke an zwei Wochenenden werde voraussichtlich Ende September/Anfang Oktober durchgeführt. Ziel bleibe weiterhin, die Bauarbeiten mit Verkehrsbeeinträchtigungen zum Jahresende abgeschlossen zu haben, so dass ab Januar wieder täglich über 80.000 Fahrzeuge auf sechs Spuren über den Rhein rollen können.

Für Verkehrsminister Hermann eine riskante Situation: „Der Rheinübergang hat nicht nur für Pendler, Betriebe und den direkten grenzüberschreitenden Verkehr so an Bedeutung zugenommen, dass er an seine Leistungsgrenzen gekommen ist“. Es sei nicht mehr zeitgemäß, wenn so viel Verkehr über eine Brücke fließe und die nächste Brücke erst in 25 Kilometern Entfernung stehe. Deshalb mache eine zweite Brücke Sinn, die aber nicht den Verkehr auf bereits überlastete Straßen leiten solle. „Deshalb hat das Land Baden-Württemberg das „Go“ für eine zweite Brücke an den Bund gegeben, mit der Maßgabe der Direktanbindung an die B36 und des Baus von Radspuren.

Dass „dieser Balanceakt zwischen Naturschutz und funktionierender Mobilität“ mit einem behutsamen Vorgehen möglich sein müsse, nahmen die politischen Vertreter der pfälzischen Rheinseite gerne auf. Beim Vor-Ort-Termin dabei waren Wörths Bürgermeister Dr. Dennis Nitsche, die Landtagsabgeordnete Katrin Rehak Nitsche und Christoph Buttweiler, Erster Beigeordneter des Landkreises Germersheim. -fis-

 
 

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