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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Juni 2019

Schlosslichtspiele: Liebe in all ihren Formen

KLASSIKER DÜRFEN NICHT FEHLEN: Eine Mischung aus Premieren und Altbekanntem erwartet das Publikum bei der fünften Auflage der Karlsruher Schlosslichtspiele vom 8. August bis 15. September. Foto: Fränkle

KLASSIKER DÜRFEN NICHT FEHLEN: Eine Mischung aus Premieren und Altbekanntem erwartet das Publikum bei der fünften Auflage der Karlsruher Schlosslichtspiele vom 8. August bis 15. September. Foto: Fränkle

 

Zwei weitere neue Shows

Die Liebe in all ihren Formen feiern die diesjährigen Schlosslichtspiele. Vom 8. August bis 15. September bereichern vier Premieren die fünfte Spielzeit des spektakulären Schauspiels, das Zuschauerinnen und Zuschauer allabendlich in farbenprächtige Bildwelten entführt.

Neben Klassikern vergangener Jahre haben Zentrum für Kunst und Medien (ZKM) und städtische Karlsruhe Marketing und Event GmbH unter dem Motto „Ein Sommer der Liebe und des Lebens. Hate comes late – Love comes first“ neue Arbeiten zu den Ursprüngen des Universums, der Erde, des Lebens und nicht zuletzt der Liebe ins Programm genommen. Darunter die Projektionsshow „Walls of Perception“ des Künstler-Kollektivs XENORAMA (Potsdam/Bremen). In Anlehnung an die psychedelische Kunst und die Philosophie der 1960er-Jahre beschreibt sie die bewusstseinserweiternde Reise einer fiktiven Heldin.

Eine „Herrschaft der Angst“ sei „Quelle aller totalitären Systeme, Demokratie das Gegenstück“, führt ZKM-Chef Peter Weibel in der Pressemitteilung aus. Nicht immer seien „Furchtlosigkeit, Frieden und Freiheit“ mit natürlichen Mitteln erreichbar, deshalb flüchte sich der Mensch in künstliche Paradiese, erweitere Wahrnehmung und Wirklichkeit.  Auf diese „in Riten, Religionen und Raves“ akustisch und visuell artikulierten Sehnsüchte „nach Aufenthalten in alternativen Welten“ und „humanen Erfahrungen der Empathie“  berufe sich XENORAMA.

Erstmals steuert das ZKM auch ein eigenes Werk zu den Lichtspielen bei. Das gemeinsam mit Gabor Kadi (Global Illumination) konzipierte „Evolution of Love“ feiert Einzigartigkeit und Kostbarkeit des Lebens, zeigt auf naturwissenschaftlicher Basis dessen Entstehung und verwandelt die Erde zumindest für Momente in einen Garten Eden. Die Karlsruher Schlosslichtspiele sind eines der größten digitalen Kunstwerke Europas und ein Spektakel erster Güte. Bereits 1,4 Millionen Besucher sahen die beeindruckenden Projektion Mappings auf der 170 Meter breiten Barockfassade. -red-/-maf-

 
 

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