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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 21. Juni 2019

Stadtarchiv: Digitalisierung von Amtsbüchern

Historische Amtsbücher im  Magazin  des Stadtarchivs Karlsruhe werden nun digitalisiert und sind damit im Internet bald allgemein einsehbar. Foto. StA

Historische Amtsbücher im Magazin des Stadtarchivs Karlsruhe werden nun digitalisiert und sind damit im Internet bald allgemein einsehbar. Foto. StA

 

Archive Karlsruhes und Mannheims erhielten über 200 000 Euro DFG-Förderung

Das Stadtarchiv Karlsruhe und das MARCHIVUM in Mannheim erhielten von der Deutschen Forschungsgemeinschaft in Bonn (DFG) eine Fördersumme von cirka 224.000 Euro, um ihre historischen Amtsbücher aus dem 18. und 19. Jahrhundert in dem Projekt "Die Amtsbücher von Karlsruhe und Mannheim - Quellen zum Zentrum und Umland zweier ehemaliger Residenzen" zu digitalisieren.

Den restlichen Anteil des dreijährigen Projekts von knapp 112.000 Euro finanzieren beide als Eigenanteil. Insgesamt sollen mehrere tausend Bücher mit mehr als 2,1 Millionen Seiten gescannt werden. Nach der Digitalisierung werden die Quellen auf den Webseiten der beiden Archive veröffentlicht und sind damit weltweit für jedermann einsehbar.

Die zwei größten Städte Badens weisen eine recht ähnliche Geschichte auf, die die Amtsbücher widerspiegeln: Beide zeichnen sich als frühneuzeitliche Planstädte mit Hauptstadtcharakter und Residenzfunktion aus und sind industrielle Ballungszentren. Zudem belegen die Amtsbücher das enge Beziehungsgeflecht zwischen den zwei Städten und ihrem jeweiligen Umland.

Wie gestalten sich die Anziehungskräfte frühneuzeitlicher Residenzen verschiedener Größen auf ihr direktes Umland? Wie wirkt sich der Aufstieg Karlsruhes mit seiner außergewöhnlichen Rasanz zwischen den Jahren 1780 und 1820 aus, wohingegen Mannheim im gleichen Zeitraum wirtschaftlich eher stagniert? Oder wie gehen die Dörfer beziehungsweise ihre Eliten mit den Assimilationstendenzen um, die von den beiden urbanen Zentren ausgehen? Die Beschäftigung mit den Amtsbüchern als historisch bedeutsamer Quelle liefert  der stadthistorischen Forschung wichtige Impulse. Die Digitalisierung erledigt die MAUD GmbH in Mannheim. Sie bekam bereits die ersten Archivalien aus Karlsruhe. 

 
 

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