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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Juni 2019

Gemeinderat: Fragen und Antworten

GEFRAGTE WOHNSTADT: Angesichts weiter steigender Mieten wird bezahlbarer Wohnraum auch in Karlsruhe immer knapper. Foto Fränkle

GEFRAGTE WOHNSTADT: Angesichts weiter steigender Mieten wird bezahlbarer Wohnraum auch in Karlsruhe immer knapper. Foto Fränkle

 

Marktplatz-Möblierung

Drei Sitzbanktypen, Beleuchtungselemente und Pflanzkübel, die künftig den Markplatz und die Innenstadt "möblieren" sollen, werden im Herbst vorgestellt. Meinungen und Anregungen dazu können dann per Mail weitergegeben werden und sollen "gegebenenfalls als Optimierung in die Produkte einfließen" erfuhr die GRÜNE-Fraktion auf entsprechende Anfrage.

Wohnungsmarkt

Die Mietpreisbegrenzungsverordnung Baden-Württemberg hat in Karlsruhe weiterhin Gültigkeit, der Stadtverwaltung liegen allerdings keine Informationen darüber vor, ob damit zählbare Effekte erzielt werden, wurde den "Die Linke"-Stadträten auf Anfrage mitgeteilt. Ebenso liegen keine Daten zu der Zahl leerstehender Wohnungen oder Abwanderungen ins Karlsruher Umland wegen steigender Mieten vor. Die Stadt geht erst ab 2026 von einem sinkenden Nachfragedruck nach neuen Wohnungen aus. In einer weiteren Anfrage hatten "Die Linke"-Stadträte nachgefragt, ob die nach dem Immobilienmarktbericht Karlsruhe 2018 sicher scheinenden Renditen sich auf das Interesse von Investoren auswirken, erschwinglichen Wohnraum zu schaffen. "Der Immobilienmarktbericht ist eine Bestandsaufnahme des zurückliegenden Marktgeschehens. Hieraus lassen sich keine unmittelbaren Schlussfolgerungen in Bezug auf Interessen bzw. Möglichkeiten von potentiellen Investoren in erschwinglichen Wohnraum/preisgebundene Wohnungen ableiten", teilte die Stadtverwaltung hierzu weiter mit.

Bettenburgen in der Südstadt

Drastisch überbelegte Wohngebäude in Karlsruhe sind bei der Stadt nicht bekannt. Eine Festlegung, wieviel Quadratmeter pro Person zur Verfügung stehen müssen, gebe es im Baurecht nicht, informierte die Verwaltung die GRÜNE-Gemeinderatsfraktion, die insbesondere in Bezug auf "Bettenburgen" in der Südstadt nach Handlungsmöglichkeiten seitens der Stadt nachgefragt hatte. Weil bei der sozialrechtlichen Angemessenheitsprüfung der Kosten der Unterkunft nicht der Mietpreis pro Quadratmeter, sondern die Höhe der Gesamtmiete die entscheidende Rolle spiele, könnte aber die Situation entstehen, dass die öffentliche Hand überteuerten Wohnraum finanziere. Eine Kontrolle vor Ort sei aber nicht leistbar. -fis-

 
 

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