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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Juni 2019

Stadtwerke: Gut aufgestellt für die Zukunft

DIE STADTWERKE stellen sich mit dem  Neubau des Wasserwerks Mörscher Wald auf steigenden Trinkwasserbedarf ein. Foto: STW

DIE STADTWERKE stellen sich mit dem Neubau des Wasserwerks Mörscher Wald auf steigenden Trinkwasserbedarf ein. Foto: STW

 

Bilanz für das Jahr 2018 vorgestellt / Mehr Dienstleistungen, neue Kooperationen, Fernwärmeziele vorzeitig erreicht

Mit einem Jahresüberschuss von 21,1 Millionen Euro erreichten die Stadtwerke Karlsruhe im Geschäftsjahr 2018 nahezu wieder das gute Ergebnis vom Vorjahr 2017 (21,6 Millionen Euro).

„Zufrieden“ zeigte sich damit der Vorsitzende der Geschäftsführung, Michael Homann, am Mittwoch bei der Bilanzpressekonferenz. Schließlich habe 2018 mit den langanhaltenden warmen Tagen deutliche Absatzrückgänge bei Erdgas und Fernwärme gebracht. Hinzugekommen seien gestiegene Anforderungen an Service und Dienstleistungen sowie zahlreiche Projekte zur Prozessoptimierung.

Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Stadtwerke mit ihren 1.144 Beschäftigten die Umsatzerlöse insgesamt um über 100 Millionen auf 698 Millionen Euro erhöhen. 47,1 Millionen Euro flossen als Ergebnisbeitrag in den städtischen Haushalt. Möglich machten dies vor allem höhere Erlöse im Strombereich, die für über 72,6 Prozent der Gesamterlöse sorgten. Ein dank der sommerlichen Temperaturen um 5,3 Prozent gesteigerter Wasserabsatz trug zur Stabilisierung des Ergebnisses bei.

„Auch die Kooperationen mit Partnern gerade in der Region wurden weiterentwickelt“, sieht Homann hier „für die Zukunft einen wichtigen Beitrag zum Ergebnis“. Vor allem mit dem Bau der dritten Transportleitung Richtung Rheinstetten sowie dem weiteren Ausbau in Durlach habe man im Fernwärmebereich viele neue Kunden gewinnen können. Dadurch wurde das für 2020 angestrebte Ziel, 35.000 Wohnungen mit Fernwärme zu beliefern, bereits 2018 erreicht. Nun will man bis 2025 die 50.000. Wohnung angeschlossen haben.

Investitionen für die Zukunft

Insgesamt 66 Millionen Euro investierten die Stadtwerke 2018 in Sachanlagen. „Um das Versorgungsnetz als Rückgrat für das eine leistungsfähige Infrastruktur einer wachsenden Großstadt aktuell zu halten, muss das Leitungsnetz praktisch alle 60 Jahre komplett erneuert werden“, machte Olaf Heil, der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke, deutlich. Daneben habe es 2018 drei weitere große Investitionsschwerpunkte mit dem Bau des Wasserwerkes Mörscher Wald, der Nachrüstung eines Kessels im Heizkraftwerk und dem Kauf des Nachbargebäudes neben der Zentrale in der Daxlander Straße gegeben.

Für 2019 rechnen die Stadtwerke mit einem weiterhin stabilen Ergebnis und einem starken Anstieg der Investitionen für die lokale Infrastruktur auf rund 100 Millionen Euro. Neben dem weiteren Ausbau der Fernwärme und dem Neubau des Wasserwerkes Mörscher Wald kündigte Homann „erhebliche Zukunftsinvestitionen“, vor allem in Contracting-Projekte, Beteiligungen im Bereich der erneuerbaren Energien sowie für den weiteren Ausbau des Lichtwellenleiternetzes in Karlsruhe an. -fis-

 
 

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