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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 28. Juni 2019

Statistisches Landesamt: Die Region bleibt Magnet

Zahl der Einwohner wächst

Die Region zwischen Waghäusel und Bühl wächst in den nächsten fünfzehn Jahren voraussichtlich um 36.000 Einwohner an. Nach jüngsten Berechnungen des Statistischen Landesamts ist das Wachstum bis 2035 kräftiger, als bei der Studie im Jahr 2016 angenommen.

Nach der neuesten Prognose soll die die Zahl der Einwohner in der Region von 1.040.000 im Jahr 2017 auf 1.076.000 im Jahr 2035 klettern. Dies entspricht einem Zuwachs von dreieinhalb Prozent. „Bemerkenswert ist dabei, dass der Großteil der prognostizierten Neubürger, also 30.000 Menschen, bereits innerhalb der nächsten fünf bis sechs Jahre in der Region zu erwarten sind“, hebt der Direktor des Regionalverbands Mittlerer Oberrhein Gerd Hager mit Blick auf den Wohnungsmarkt hervor. In der Zeit danach bewegt sich die die Bevölkerungsentwicklung laut Vorausrechnung auf deutlich geringeren Zuwachsraten bewegen.

Schwerpunkt der Entwicklung sind die Zentren. Die Stadt Karlsruhe soll bis zum Jahr 2035 mit einem Plus von 17.500 neuen Einwohnern noch vor Stuttgart (plus 15.200), Mannheim (plus 14.700) und Freiburg (plus 9.600) in absoluter Hinsicht landesweit das größte Wachstum unter den Großstädten verbuchen. Auch für den suburbanen Ring um das Oberzentrum rechnen die Statistiker mit einem Zuwachs. So soll die Stadt Stutensee um rund 800 Einwohner (plus 3,3 Prozent) zulegen. Auch für die Mittelzentren Bruchsal (plus 3,9 Prozent), Bretten (plus 3,6 Prozent) und Rastatt (plus 3,3 Prozent) wird mit markantem Zuwachs bis 2035 gerechnet. Für Baden- Baden wird hingegen eine stabile Entwicklung (plus 0,2 Prozent) vorausgerechnet.

Als Ursachen für den nach wie vor starken Bevölkerungswachstums sehen die Experten weiterhin die Zuwanderung sowie untergeordnet eine leicht angestiegene Geburtenrate. „Die neue Bevölkerungsvorausrechnung zeigt auch, dass urbane Standorte besonders gefragt sind“, betont Hager. Aus einer Studie von 2017 zur Wohnraumzufriedenheit in der Region wissen die Regionalplaner, dass urbane Siedlungstypen mit Geschosswohnungsbau und guter ÖPNV-Anbindung zunehmend auch in den Rändern der Verdichtungsräume nachgefragt werden. -red-/-trö-

 
 

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