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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Juli 2019

Zoologischer Stadtgarten: Ein Franzose für Julika

AKAR GESUCHT: Julika streift durch die Anlage. Die Schneeleopardin wurde 2009 in Magdeburg geboren. Foto: Deible/Zoo Karlsruhe

AKAR GESUCHT: Julika streift durch die Anlage. Die Schneeleopardin wurde 2009 in Magdeburg geboren. Foto: Deible/Zoo Karlsruhe

 

Schneeleoparden-Kater soll im Zoo für Nachwuchs sorgen

Mittlerweile ist Akar bereits einige Wochen im Zoo Karlsruhe. Noch ist er seiner Auserwählten nicht direkt begegnet. Der junge Franzose kann Julika aber schon riechen, und sie ihn.

Am sogenannten Hochzeitsgitter sehen sich die beiden Schneeleoparden bereits regelmäßig. Mit Akar soll es in Zukunft wieder Nachwuchs dieser gefährdeten Art in Karlsruhe geben.

„Als Akar zu uns kam, war er extrem scheu“, erzählt Tierpfleger Thomas Ramm. Mittlerweile habe er Vertrauen gefasst und nehme von den Tierpflegern Fleischbrocken direkt von der Pinzette durchs Gitter hindurch.  Akar wurde am 24. Juni 2017 im Zoo du bassin d'Arcachon im Südwesten Frankreichs geboren und vom Zuchtbuchkoordinator für Julika ausgewählt, die seit 2011 in Karlsruhe lebt und bereits Jungtiere zur Welt gebracht hat.

„Das Hochzeitsgitter ist dafür da, den Tieren Zeit zu geben, sich kennenzulernen", erläutert Ramm. Es trennt das große Areal von der Ausweich-Anlage, in der Akar derzeit lebt. Gerade bei einem relativ unerfahrenen Tier sei es wichtig, die Zusammenführung langsam anzugehen, so Ramm. Daher würden die Tiere noch einige Wochen nur diesen Kontakt bekommen.

„Es ist immer wieder spannend für uns, wenn Tiere zusammengeführt werden. Wir wissen selbst nie, ob es gut klappt oder Probleme gibt", sagt Zoodirektor Dr. Matthias Reinschmidt: "Für uns steht aber immer der Artenschutz im Mittelpunkt. Es gibt nur etwa 2.500 Schneeleoparden in der Natur, dieser Bestand ist gefährdet. Deswegen bemühen wir uns in der Zoogemeinschaft um ein gutes Zuchtprogramm, mit dem ein Zweitbestand in Menschenobhut aufgebaut wird. Dies wird dann besonders wichtig, sollten die Tiere in der Natur etwa durch Wilderei rapide in ihrer Anzahl sinken." -red-

 
 

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