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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 5. Juli 2019

TechnologieRegion: Neues Kapitel der Kooperation

ZUSAMMENARBEIT: Rémi Bertrand (Vizepräsident Conseil Départemental du Bas-Rhin),  Frédéric Bierry, Dr. Frank Mentrup und Jochen Ehlgötz (v. l.) freuen sich über den Beitritt des Bas-Rhin zur TRK. Foto: Fränkle

ZUSAMMENARBEIT: Rémi Bertrand (Vizepräsident Conseil Départemental du Bas-Rhin), Frédéric Bierry, Dr. Frank Mentrup und Jochen Ehlgötz (v. l.) freuen sich über den Beitritt des Bas-Rhin zur TRK. Foto: Fränkle

 

Département Bas-Rhin ist TRK beigetreten / Binational aufgestellte Institution will Europa konkret und im Alltag erlebbar machen

Bei der fünften Gesellschafterversammlung ist das französische Département Bas-Rhin am vergangenen Freitag im Karlsruher Rathaus der TechnologieRegion Karlsruhe GmbH (TRK) beigetreten.

Mit der Unterzeichnung der Beitrittsurkunde durch Frédéric Bierry, Präsident des Conseil Départemental du Bas-Rhin, Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup (Aufsichtsratsvorsitzender der TRK) und TRK-Geschäftsführer Jochen Ehlgötz ist das Département Bas-Rhin jetzt der 28. Gesellschafter der TRK. Der Beitritt schlägt ein neues Kapitel in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich auf: Auf der Basis der Zusammenarbeit im Eurodistrict Pamina oder bei Projekten wie dem Mobilitätsportal werde sich die TRK „als nun binational aufgestellte Institution der gemeinsamen wirtschaftlichen Entwicklung und Standortvermarktung widmen“, freut sich OB Mentrup über das „positive Signal auch für Möglichkeiten zukünftiger europäischer Zusammenarbeit, die sich durch den Aachener Vertrag ergeben haben.“

Mit dem Aachener Vertrag und der kommenden Collectivité Européenne d’Alsace gehe das Rheintal einen neuen Schritt in den deutsch-französischen Beziehungen und sei „mit der TRK dabei, Europa zu erschaffen, konkret und im Alltag erlebbar“, ergänzt Frédéric Bierry. „Bereits in den letzten Jahren haben wir begonnen, konkret zusammenzuarbeiten, etwa bei der Expo Real in München oder beim Mobilitätsportal“, sieht Ehlgötz  mit dem  Beitritt des Bas-Rhin „ganz neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit sowie für eine gelebte Partnerschaft nach innen und außen.“

Die grenzüberschreitende Mobilität ist bereits stark ausgeprägt, und Bildungseinrichtungen und Betriebe vor Ort bilden bereits heute hoch qualifizierte, zum Teil zwei- und mehrsprachige Arbeitskräfte aus. Davon profitieren unmittelbar Unternehmen und Institutionen, allen voran die Wissenschaftseinrichtungen. Der gemeinsame Raum bietet zudem grundsätzlich die Möglichkeit zur grenzüberschreitenden Nutzung von Gewerbeflächen. Darüber hinaus liegen auf dem Gebiet der Wissenschaft besondere Potenziale über den Rhein hinweg  in  der  Bündelung  von  Kompetenzen  und  der  gemeinsamen  Nutzung  von  Infrastrukturen der Forschung. Stichworte dazu sind Digitalisierung oder Künstliche Intelligenz.

Der gemeinsame Verbund will zudem Impulse setzen und Initiativen ergreifen, um für die Menschen beiderseits des Rheins die derzeit noch vorhandenen Hemmnisse abzubauen. Hierzu zählen im Bereich der Arbeitsmobilität mangelnde Fremdsprachenkenntnisse auf beiden Seiten, unzureichende öffentliche Verkehrsverbindungen wie der fehlende Lückenschluss in der Schienenverbindung Rastatt-Hagenau, starke Unterschiede in Berufsausbildungssystemen, geringe, unzureichende oder falsche Information in Frankreich über den deutschen Arbeitsmarkt. -red-/-trö-

 
 

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