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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 12. Juli 2019

Kombilösung: Hilfsbrücken kommen bald weg

PROJEKT WÄCHST: Arbeiter betonieren östlich des Mendelssohnplatzes die nördliche Wand des sich hier teilenden Autotunnels. Foto: KASIG

PROJEKT WÄCHST: Arbeiter betonieren östlich des Mendelssohnplatzes die nördliche Wand des sich hier teilenden Autotunnels. Foto: KASIG

 

Umbau der Kriegsstraße als Teilprojekt der Kombilösung schreitet voran / Abbau für Ende des Monats geplant / Fortschritte auch in weiteren Baufeldern

In etwas mehr als zwei Wochen kommen die beiden Hilfsbrücken wieder weg, die derzeit noch die Baugrube in der Kriegsstraße unter dem Mendelssohnplatz überspannen und den Stadtbahn- und Straßenbahnverkehr in der Rüppurrer Straße ermöglichen.

Der Abbau soll nach Mitteilung der Karlsruher Schieneninfrastruktur- Gesellschaft (KASIG) in der Nacht vom 29. auf den 30. Juli erfolgen. Sofort danach betonieren die Bauarbeiter dann auch die Tunneldecke in diesem Teil des Baufelds O 2. Mitte August laufen die Arbeiten an, die am Ende auf der Oberfläche des Mendelssohnplatzes das Gleisviereck eingepasst haben. Dies soll nach Inbetriebnahme der Kombilösung Stadt- und Straßenbahnen ein Befahren der Kreuzung in jede Richtung erlauben. Für den Umbau der Kriegsstraße mit neuer oberirdischen Gleistrasse und darunterliegendem Autotunnel verdichtet sich laut Bauherrin KASIG „mit diesem Schritt das Geschehen an diesem Verkehrsknoten“.

Denn Ende Juli beginnen zunächst in der Fritz-Erler-Straße nördlich des Mendelssohnplatzes die Arbeiten an der endgültigen Gestaltung der Oberfläche der Kriegsstraße - schließlich soll das Teilprojekt Kriegsstraßenumbau Ende 2021 in Betrieb gehen. Bis Ende Oktober werden zwischen Mendelssohnplatz und dem im Rohbau hergestellten Abschnitt in der Ludwig-Erhard-Allee weiter Tunnelaußenwände, die Tunnelmittelwand zwischen den Fahrbahnen und weitere Teile der Tunneldecke betoniert.

Autotunnel wächst

Gleiches ist auch im Westabschnitt – im Baufeld W 3 zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor – der Fall: Auch hier wächst der Autotunnel jede Woche um einige Meter vom im Rohbau hergestellten Tunnelabschnitt zwischen Ritter- und Lammstraße zum Ettlinger Tor hin. Auch die Mitte der mit 1,6 Kilometer langgestreckten Baustelle Kriegsstraße nähert sich dem eigentlichen Tunnelbau: In den Baufeldern W 4 westlich des Ettlinger Tors und O 4 östlich davon verankern Arbeiter den seitlichen Baugrubenverbau und heben Erdreich aus. In Teilen steht Injektion von Weichgel zum Schutz der Baugrube gegen von unten eindringendes Grundwasser auf dem Programm. Noch im Juli erfolgt die Dichtigkeitsprüfung eines weiteren Bauabschnittes.

Das Baufeld O 3 zwischen Mendelssohnplatz und Adlerstraße ist auch fast bereit für den Beginn des eigentlichen Tunnelbaus: Noch bis Monatsende stellen die beauftragten Firmen Dichtwände in den Lücken her, in denen dies bisher Versorgungsleitungen oder Wege für Fußgänger, Radfahrer und Kraftfahrzeuge verhinderten. Wenn die letzte Dichtwand dann in bis zu 20 Metern Tiefe hergestellt ist, verschwinden die großen Schlitzwandgreifer endgültig aus dem Bild der Kriegsstraße. -red-/-trö-

Führung zur Kombilösung

Die Arbeiten auf den Baustellen der Kombilösung im Südabzweig des Stadtbahn- und Straßenbahntunnels sind Thema bei einem Baustellenspaziergang zur Kombilösung am Montag, 15. Juli. Fachleute der Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) erläuterten dabei den Teilnehmern die aktuellen und die anstehenden Arbeiten. Treffpunkt für die beiden Führungen der Initiative „Ja zur Kombilösung“ um 16 Uhr und um 17 Uhr ist der Informationspavillon „K.“ der Kombilösung am Ettlinger Tor. Unbedingt erforderlich ist die vorherige Anmeldung unter der Telefonnummer 0721/133-5577 am heutigen Freitag zwischen 10 und 18 Uhr.

 
 

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