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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Juli 2019

Einbürgerungsfeier: Ein Privileg, hier zu leben

SYMBOLISCH erhielt Ingenieurin Aileen Ngonga bei der Willkommensfeier im Rathaus von OB Mentrup die Einbürgerungsurkunde. Foto: Knopf

SYMBOLISCH erhielt Ingenieurin Aileen Ngonga bei der Willkommensfeier im Rathaus von OB Mentrup die Einbürgerungsurkunde. Foto: Knopf

 

OB begrüßt 220 Neubürger im Rathaus / Respekt für den Schritt / Rechte und Pflichten

Über rund 440 neue Staatsbürgerinnen und -bürger darf sich die Fächerstadt freuen. Kürzlich begrüßte OB Dr. Frank Mentrup Menschen mit vielfältigem Migrationshintergrund zur Einbürgerungsfeier im Bürgersaal des Rathauses. Ob aus Kamerun, Ghana, Polen, Syrien oder Italien – 220 der Neubürger und ihre Familien nahmen den festlichen Willkommensrahmen wahr.

Bei der 17. Auflage wurden Jene begrüßt, die zwischen Oktober und April die deutsche Staatsbürgerschaft erhielten. „Herzlich willkommen. Wir freuen uns sehr, dass sie diesen Schritt vollzogen und Karlsruhe zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt gewählt haben“, betonte Mentrup. Die Einbürgerung sei ein Zeichen, dass die Neubürger sich zu Stadt und Land bekennen und sich in der Fächerstadt zu Hause fühlten, erklärte das Stadtoberhaupt und dankte auch dem städtischen Büro für Integration.

Mentrup sagte, er hoffe, die Menschen bringen sich gesellschaftlich ein – etwa in Vereinen, politisch. Er ging auf das im Mai in Karlsruhe gefeierte siebzigjährige Bestehen des Grundgesetzes ein, nannte Eckpfeiler wie unabhängige Justiz, freie Religionsausübung, Unantastbarkeit der Menschenwürde, Gleichheit von Mann und Frau. „Ich gratuliere zu ihrer Entscheidung, der wir großen Respekt zollen.“

Im Namen der Neubürger sprach Ingenieurin Aileen Ngonga, die aus Kamerun stammt, als Jugendliche nach Deutschland kam. Sie machte Abitur, das Studium folgte – ein Lob auf das deutsche Bildungssystem und mehr: „Ich habe schnell gemerkt, dass dieses Land mehr ist als Bildung und Pünktlichkeit. Deutschland wurde meine Heimat. Ich habe mir seine Mentalität zu eigen gemacht“, sagte sie und fügte schmunzelnd hinzu: „Auch die Unterschiede zwischen Badnern und Schwaben sind mir längst geläufig.“

Es sei ein Privileg, in Deutschland zu leben. Hier seien Sicherheit, Stabilität und Rechtsfrieden gewahrt. Zudem habe sie als mobilitätseingeschränkter Mensch viel Unterstützung erfahren. Ngonga forderte alle auf, sich bewusst zu machen, dass zu Rechten auch Pflichten gehören. Den Festrahmen bescherte das Orchester des Helmholtz-Gymnasiums. -voko-

 
 

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