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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Juli 2019

Gemeinderat: Mehr Entwicklungspotenzial

DIE FLÄCHEN im Technologiepark werden als Standort für Firmen aus dem Hightech-Sektor und deren Dienstleister besser nutzbar. Foto: Fränkle

DIE FLÄCHEN im Technologiepark werden als Standort für Firmen aus dem Hightech-Sektor und deren Dienstleister besser nutzbar. Foto: Fränkle

 

Bauliche Festsetzungen für Technologiepark neu gefasst / Nordanbindung weiter Thema

Gegen die Stimmen der AfD fasste der Gemeinderat den Satzungsbeschluss zum Bebauungsplan „Technologiepark Karlsruhe – Vogelsand – 3. Änderung“.

„Damit wird die rechtliche Grundlage für viele projektierte Vorhaben geschaffen“, wies OB Dr. Mentrup auf den Abschluss eines langen Prozesses hin, der 2015 mit der Erarbeitung der Studie „Technologiepark Reload“ begann, um den bestehenden Bebauungsplan aus dem Jahr 1993 an die veränderten Ansprüche der aktuellen und möglichen Nutzer des Technologieparks anzupassen. Die Konzeption des Gebiets wurde überarbeitet und in einem breiten Beteiligungs- und Abstimmungsprozess ein städtebaulicher Rahmenplan aufgestellt, der dann wiederum in den jetzt beschlossenen Bebauungsplan eingearbeitet wurde.

Höheres Bauen, eine höhere bauliche Dichte, größere Bauflächen und eine geänderte Straßenführung sind die Grundveränderungen, die mögliche bauliche Ausnutzung des Gesamtareals wurde um 30 Prozent erhöht. „Wir stimmen nicht zu“, beklagte der AfD-Fraktionsvorsitzende Dr. Paul Schmidt, dass es weiterhin Privatparkplätze im Gebiet gebe und „nur noch zwei Zufahrten, eine davon beim Kleingartenverein“.

„Eine weitere Zufahrt ist doch angedacht, das wurde bereits im Kleingartenbeirat diskutiert,“ stellte Luppo Cramer, der Vorsitzende der Fraktion KAL/Die PARTEI ebenso klar wie Jürgen Wenzel, der Vorsitzende der FW/FÜR-Fraktion. Von „einer guten Lösung für die weitere Entwicklung des Gebiets“ und der Notwendigkeit der Nordtangente sprach Thorsten Ehlgötz (CDU).

Dreißig Prozent mehr Flächenausnutzung von versiegelten Flächen gab Michael Zeh (SPD) den Vorzug vor der Ausweisung neuer Flächen und hielt ebenso eine Zufahrt aus dem Norden mit Autobahnanschluss für erforderlich. „Wir sind immer dafür, wenn bereits versiegelte Flächen besser ausgenutzt werden“, betonte Johannes Honné (GRÜNE). „Mit den Parkplätzen hatten wir ebenso wie mit den zu wenigen Photovoltaikflächen unsere Probleme, aber die Planungen waren schon so weit fortgeschritten, dass wir dennoch zustimmen“, sagte Honné weiter.

„Mit dem Bebauungsplan können interessante Projekte realisiert werden. Er garantiert höhere Flexibilität, eine bessere Flächenausnutzung und ermöglicht damit eine sinnvolle Weiterentwicklung“, hielt der Oberbürgermeister fest. An der Zufahrtsproblematik sei unabhängig von der Beschlussfassung weiter zu arbeiten. -fis-

 
 

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