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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Juli 2019

Gemeinderat: Radeln am Europaplatz

VIELFALT AUF DER STRASSE: Das Mobilitätskonzept Innenstadt schließt auch die Karlstraße nördlich und südlich des Europaplatzes mit ein und betrachtet alle Verkehrsmittel. Foto: Fränkle

VIELFALT AUF DER STRASSE: Das Mobilitätskonzept Innenstadt schließt auch die Karlstraße nördlich und südlich des Europaplatzes mit ein und betrachtet alle Verkehrsmittel. Foto: Fränkle

 

Verkehrsversuche zur Erprobung von Maßnahmen / Gesamtlösung für Mobilitätskonzept

Um die dortige Radfahrsituation zu verbessern, beantragten die Grünen das Erstellen eines Angebots zur Verkehrsführung auf der Karlstraße, und zwar im Abschnitt zwischen Amalienstraße und Stephanienstraße. Insbesondere die Erreichbarkeit und mögliche Querung des Europaplatzes standen im Fokus und sollen laut Antrag „zeitnah im Rahmen eins Verkehrsversuches erarbeitet“ werden.

Mit der Stellungnahme der Verwaltung wurde der Antrag letztendlich einhellig als erledigt betrachtet. Betont wurde darin nämlich, dass „die Karlstraße bereits im Fokus“ stünde. Im Rahmen des IQ Korridorthemas „Zukunft Innenstadt“ würde diese beim Mobilitätskonzept, dessen Planung sich momentan in der Analysephase befinde, stets mitgedacht. Die Bearbeitung dieses Gesamtkonzepts habe momentan zwar „oberste Priorität“, aber den Vorschlag, „erste Maßnahmen mittels Verkehrsversuchen zu erproben“, sah die Verwaltung positiv.

Für die Antragsteller betonte Aljoscha Löffler, dass die Versuche wichtig seien, um neue Angebote auszuprobieren und deren „Akzeptanz zu erproben“. Die Karlstraße sei zudem Hauptroute für den Radverkehr und brauche unbedingt eine Nord-Süd-Klärung. Bei Konzentration auf den Radverkehr fürchtete Dirk Müller (CDU) „Schwierigkeiten“ für den Einzelhandel, der nach Thomas Hock (FDP) „ein Recht darauf“ habe „mit dem Auto erreicht zu werden“, und Oliver Schnell (AfD) konstatierte, der Antrag „bringe Radfahrern nichts“ und würde es „Autofahrern erschweren“.

Michael Zeh (SPD) wollte „Konzept und Kombilösung abwarten“ und Petra Lorenz (FW / FÜR Karlsruhe) plädierte dafür, jede Straße zu nutzen, „die dazu dient, den Verkehr abfließen zu lassen“. Mathilde Göttel (Die LINKE) sicherte hingegen nicht nur „volle Unterstützung“ für den Antrag zu, sie forderte darüber hinaus, dass die Innenstadt „endlich vollständig vom Autoverkehr befreit werden“ solle.

Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup schlug dem Gremium vor, im Sinne der verschiedenen Ansinnen im Ausschuss über eine „Gesamtlösung“ zu sprechen. Auch könne man dort über sogenannte „Sommerstraßen“ nachdenken. Aufgrund der bekannt schwierigen Lage sagte er eine „zügige Bearbeitung“ zu. -gem- 

 
 

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