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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Juli 2019

Kinderfreundlichkeitspreis: Junge Jury würdigte Engagement

NUR GEWINNER: Kinderjury und Preisträger bei der Verleihung des Kinderfreundlichkeitspreises im Jubez – sitzend Bürgermeister Lenz, links Laudator Stadtrat Hock. Foto: Knopf

NUR GEWINNER: Kinderjury und Preisträger bei der Verleihung des Kinderfreundlichkeitspreises im Jubez – sitzend Bürgermeister Lenz, links Laudator Stadtrat Hock. Foto: Knopf

 

Fest in Kinderhand war einmal mehr das Jubez bei der Verleihung des Karlsruher Kinderfreundlichkeitspreises. Für die Auszeichnung vorgeschlagen worden waren 21 Personen, Initiativen und Vereine, die sich in besonderer Weise für die Belange von Kindern in der Stadt stark machen. Letztlich waren es vier Initiativen, die das Preisgeld von 1500 Euro unter sich aufteilten.

Auf den vierten Platz kam die Bahnhofsmission (250 Euro), Dritter wurde Charlotte Forkert, die ehrenamtlich Kinder im Krankenhaus betreut (350 Euro), auf den zweiten Rang kam der Förderverein für krebskranke Kinder (400 Euro), und der erste Platz ging an die Lernfreunde Karlsruhe (500 Euro).

Eines machte Moderator Achim Kolb vom städtischen Kinderbüro indes klar: Gewinner seien alle, die sich für Kinderrechte engagieren. So wurde auch jede der Initiativen auf der Bühne mit einer Urkunde geehrt. „Es gibt kaum eine schönere Veranstaltung als diese. Herzlichen Dank für diese nachhaltige Arbeit zum Wohl unserer Kinder – ganz großes Kino“, würdigte Bürgermeister Martin Lenz, der sich darüber freute, dass es „in Karlsruhe das beste Kinderbüro des Universums“, gebe. Die Stadt setze die UN-Kinderrechtskonvention auf allen Ebenen um. Stichworte seien hier Nachhaltigkeit, Respekt, Würde und Gerechtigkeit.

In seiner Laudatio sagte Stadtrat Thomas Hock: „Es ist wichtig, dass Kinder Kinder sein dürfen. Jeder kann dazu beitragen, indem beispielsweise Nachbarn weghören, wenn Kinder mal toben. Kinder sind unsere Zukunft.“ Der Stadtrat, dessen Sohn ebenfalls schon mal in der Kinderjury saß, die traditionell über die Vergabe befindet, forderte Schutz und Förderung für alle Kinder. Dem schlossen sich der Kinderschutzbund und die Monsignore Friedrich Ohlhäuser Stitftung an, die den Kinderfreundlichkeitspreis monetär unterstützen. Für den richtigen Sound sorgte die Musikschule Intakt mit smartem Indie-Pop und bluesigem Rock. Dann gehörte die Bühne ganz der Schar Kinder, die ihre Wahl ausführlich begründete.

Lob gab es für viele, unter anderem für die Hausaufgabenbetreuung des Bürgervereins Waldstadt, die Kinderwehr Durlach, das Kinderkochmobil oder das Schülercafé der Nebenius-Realschule. Als Fazit erklärte die Jury, auf etwas Neues, das Engagement sozial Benachteiligter sowie die Mischung aus Mut und Spaß geachtet zu haben. Die Lernfreunde um Initiatorin Jasmin Sahin bieten Kindern von Geflüchteten Schulunterricht, helfen beim Spracherwerb und auch mit einer Kleiderkammer. Neben Mathe oder Deutsch stehen Musik, Kunst und Bewegung im Fokus. Der Applaus war riesig für die Erstplatzierten – und alle Projekte. -voko-

 
 

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