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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Juli 2019

UNESCO City of Media Arts: Schritt in global vernetzte Zukunft

EIN STARKES TEAM MIT STARKER BEWERBUNG: ZKM-Leiter Peter Weibel, Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hoffen auf den Titel (von links).

EIN STARKES TEAM MIT STARKER BEWERBUNG: ZKM-Leiter Peter Weibel, Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche und Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup hoffen auf den Titel (von links).

 

Karlsruhe bewirbt sich als UNESCO-Stadt der Medienkunst / Entscheidung im November

Es ist nur folgerichtig: Karlsruhe bewirbt sich als erste deutsche Stadt um den Titel als UNESCO City of Media Arts 2019 und verspricht sich davon internationale Verbindungen und neue Impulse für Kunst- und Medienschaffende. Mit einer Entscheidung durch die UNESCO-Generaldirektion in Paris ist bis November zu rechnen.

Medienkunst bewege sich „genau an der Schnittstelle in Karlsruhe gebündelter Kompetenzfelder aus Kunst, Wissenschaft, Technologie und Recht“, nicht umsonst werde Karlsruhe als „Mekka der Medienkunst“ und „Wiege der modernen Medienkommunikation“ bezeichnet, unterstrich OB Dr. Frank Mentrup bei der Pressekonferenz im Zentrum für Kunst und Medien (ZKM). Die Bewerbung sei Teil der städtischen Internationalisierungsstrategie, wirke sich positiv auf Kultur und Wirtschaft, Stadtimage und Tourismus aus.

Auch sieht Mentrup darin die Möglichkeit, „einen wichtigen Schritt in eine zunehmend digitalisierte und global vernetzte Zukunft zu tun.“ Damit lasse sich „ein Stück weit die Geschichte der Zukunft unserer Stadt jetzt schon schreiben“. Karlsruhe wolle das Zeitalter der Digitalisierung „mit allen wichtigen Akteuren der Kultur, Kreativ- und IT-Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft im Sinne einer Digitally Connected City of Media Arts gestalten“, verwies Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche auf den in Regie des städtischen Kulturamts entwickelten Aktionsplan, für dessen Umsetzung der Gemeinderat 100.000 Euro bereitgestellt hat.

Eine zentrale Rolle bei der Bewerbung spielt das ZKM, das im 30. Jahr seines Bestehens mit „Writing the History of the Future“ seine weltweit einzigartige Medienkunstsammlung präsentiert. Der jetzt eröffnete zweite Teil der Schau ist bis März 2021 bei freiem Eintritt zu sehen (Bericht folgt). Wie digitale Medienkunst aus dem Labor heraustritt und zum Gemeinschaftserlebnis wird, demonstrieren vom 8. August bis 15. September eindrucksvoll die Karlsruher Schlosslichtspiele. Sie begleiten die Bewerbung ebenso wie das neue Medienkunstfestival „Seasons of Media Arts“, das Karlsruhe als „Stadt der partizipativen Visionen“ (Peter Weibel) feiert und die City mit interaktiven Installationen bespielt.

Weltweit sind 180 Städte im UNESCO Creative Cities Network (UCCN) vertreten, darunter auch vier deutsche Akteure: Hannover und Mannheim als „Stadt der Musik“, Heidelberg als „Stadt der Literatur“ und Berlin als „Stadt des Designs“. In der Sparte Media Arts befände sich Karlsruhe in Gesellschaft von Metropolen wie Austin, Toronto, Lyon, Tel Aviv-Jaffa oder der österreichischen Medienkunststadt Linz, die die Kandidatur ebenso befürwortet wie das deutsche Goethe-Institut. Weitere Informationen auf cityofmediaarts.de. -maf-

 
 

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