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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 16. August 2019

Wildparkstadion: Adieu Gegengerade

ENDE EINES STÜCKS GESCHICHTE: Arbeiter in Schutzanzügen heben im ersten Schritt des Abbruchs der bis in die Fünfziger zurückreichenden „Gegengerade“ mit Asbest belastete Platten vom Dach. Foto: Fränkle

ENDE EINES STÜCKS GESCHICHTE: Arbeiter in Schutzanzügen heben im ersten Schritt des Abbruchs der bis in die Fünfziger zurückreichenden „Gegengerade“ mit Asbest belastete Platten vom Dach. Foto: Fränkle

ERINNERUNG: Fans sicherten sich zahlreiche Sitzschalen. Foto: EiBS

ERINNERUNG: Fans sicherten sich zahlreiche Sitzschalen. Foto: EiBS

 

Abbruch der Tribüne für Neubau des Wildparkstadions

Nach dem Jubel über das 4:2 gegen Dynamo Dresden am zweiten Spieltag machte sich bei so manchem Anhänger des Karlsruher SC auch eine Portion Wehmut breit. Der überzeugende Heimsieg gegen den sächsischen Kultclub, mit dem sich die Blau-Weißen an die Spitze der Zweiten Liga schossen, war gleichzeitig auch für einige Zeit die letzte Gelegenheit, bei der die Fans von der „Gegengerade“ aus ihre Elf unterstützen konnten.

Als nächste Vorabmaßnahme für den Neubau des Wildparkstadions begannen dann vom städtischen Eigenbetrieb Fußballstadion im Wildpark (EiBS) beauftragte Firmen mit dem Abbruch der historischen Tribüne. Zuvor sicherten sich zahlreiche Fans bei einer Spendenaktion zugunsten von Heimstiftung und KSC-Jugendarbeit Erinnerungsstücke an ihre Tribüne. EiBS-Leiter Werner Merkel war mit der Resonanz „zufrieden“. 600 Sitzschalen wechselten bei der Aktion ihren Besitzer, fanden in Hobbykellern, Gärten oder Esszimmern neue Heimat.

Ihm blute „schon ein wenig das Herz“ bekannte auch EiBS-Bauleiter Frank Nenninger, als er vergangene Woche die Arbeiten zum Abriss des „letzten Stücks vom Karlsruher Old Trafford“ den Medien vorstellte. Zurzeit steht dort die Demontage der mit Asbest belasteten Dachplatten aus Eternit auf dem Programm. Danach beginnt nahtlos der Abbruch der Holz-Stahl-Konstruktion. Anschließend tragen Arbeiter ab Mitte September den Wall ab, untersuchen ihn auf Schadstoffe und modellieren ihn dann wieder neu.

Diejenigen, die Fotos vom neuen Platz ihrer Sitzschalen haben, können sie per E-Mail an stadionneubau@karlsruhe.de schicken. EiBS stellt die Aufnahmen dann auf karlsruhe.de/stadionneubau. -trö-

 
 

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