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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. August 2019

Städtepartnerschaften: Inzwischen „Brücke durch ganz Europa“

BEI FEUERWEHREINSÄTZEN war Yunus Emre Ilkis aus Sakarya dabei. Foto: Fränkle

BEI FEUERWEHREINSÄTZEN war Yunus Emre Ilkis aus Sakarya dabei. Foto: Fränkle

VIELE PLÄNE  haben die 17 Studierenden aus dem Partnerschaftsnetzwerk, die vom 5. bis zum 30. August erlebten, wie die Verwaltung arbeitet und wie reichhaltig das Freizeitangebot in und um Karlsruhe ist. Foto: Fränkle

VIELE PLÄNE haben die 17 Studierenden aus dem Partnerschaftsnetzwerk, die vom 5. bis zum 30. August erlebten, wie die Verwaltung arbeitet und wie reichhaltig das Freizeitangebot in und um Karlsruhe ist. Foto: Fränkle

 

Praktikantenprojekt mit Studierenden aus Partnerstädten / Erfahrungen wie in einem Auslandsstudium / Freude über Hilfe und Unterstützung

„Danke für die wunderbare Zeit“, schrieben die 17 Studierenden aus dem Partnerschaftsnetzwerk nach ihrem vierwöchigen August-Praktikum in 15 Ämtern und Gesellschaften der Stadtverwaltung sowie der GEDOK in ihrer informativen Praktikanten-Zeitung.

Stadträtin Jorinda Fahringer (GRÜNE) gab das Lob den für die Organisation Verantwortlichen im Hauptamt, für das Freizeitprogramm dem Deutsch-Französischen Freundeskreis sowie an die Betreuer an den Arbeitsplätzen weiter. Beim Abschiedsabend im Maccaroni-Zirkuszelt begrüßte sie auch Danièle Noël. Die Europabeauftragte aus Nancy bewertete den Praktikantenaustausch in beiden Städten als wichtig für die notwendige „Aufgeschlossenheit“ des in „Vielfalt vereinten Europas“.

Fahringer hatte zuvor an die Anfänge des 1973 mit Nancy begonnen Austauschs erinnert. Inzwischen sei dieser mit Studierenden, die aktuell außerdem aus Halle, Krasnodar, Nottingham, Temeswar, Rijeka, Sakarya und Lublin kamen, zu einer „Brücke durch ganz Europa geworden“. Denn die 18-bis 25-Jährigen hatte das gemeinsame Leben in „binational“ belegten Doppelzimmern im Gästehaus St. Hildegard und das für viele so nicht erwartete, opulente Freizeitprogramm mit Treffen in Lokalen, Schlosslichtspielen, Fahrradtour, Bowling-Abend, Wanderung, Baustellenführung, Filmabend sowie Ausflügen nach Baden-Baden, Heidelberg, Durlach, Maxau zusammengeschweißt.

Auch die Arbeit an der eigenen, 70 Seiten starken Zeitung. Deren Redaktion leitete an ihrem Arbeitsplatz im Hauptamt die in Halle mit Ziel Journalismus Germanistik studierende Münsteranerin Karoline Schlüter. Sie fand es „besonders gut, dass wir die Zeitung komplett selbst gestalten konnten“. Ebenso wie den Auftritt im Zirkus, bei dem sie die Lieder „Wir sind groß“ und „Auf uns“ auf der Gitarre begleitete.

Zum Badnerlied bildete sich spontan eine Polonaise. Gefreut haben sich die 16 Anderen über verbesserte Sprachkenntnisse und die Einblicke in kommunale Organisationssysteme. So war der auf Englisch Wirtschaft in Halle studierende Inder Dheeraj Kumar in der Wirtschaftsförderung mit Marketing, Betriebsführung und betrieblicher Kommunikation beschäftigt. Er habe hier Erfahrungen gesammelt wie bei einem Studium im Ausland.

Den Politikstudenten Jónas Limam aus Nancy beeindruckte bei den Arbeitsförderungsbetrieben das überzeugende Bemühen, für Langzeitarbeitslose „Zukunftspläne zu finden, sei es ein Job, eine Ausbildung oder ein Sprachkurs“, denn auch im „Exportweltmeisterland“ gehe es einigen schlecht. Und die angehende Bauingenierin Andreia-Iulia Juravle freute sich, im Planungsamt als „rationale Mathematikerin“ die Sichtweise von künstlerischer orientierten Architekten besser verstanden zu haben. -cal-

 
 

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