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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 30. August 2019

Wildparkstadion: Vorfreude auf den Nikolaustag

DIE „GEGENGERADE“ im Wildpark macht Platz für die neue Osttribüne. Mit dem Bau soll am 6. Dezember begonnen werden. Foto: Fränkle

DIE „GEGENGERADE“ im Wildpark macht Platz für die neue Osttribüne. Mit dem Bau soll am 6. Dezember begonnen werden. Foto: Fränkle

 

„Gegengerade“ im Wildpark abgerissen / Beginn des Stadionneubaus mit der Osttribüne

Viele wehmütige Blicke dürften am Sonntag beim Heimspiel des KSC gegen den HSV schon auf die altehrwürdige Tribüne auf der Gegengeraden im Wildparkstadion gefallen sein. Das Eternitdach war da bereits abgetragen, die 200 Tonnen Asbestzement waren fachmännisch entsorgt, am Montag dann ging der Abriss weiter.

„Ein Achtel ist schon abgeknabbert“, freute sich Werner Merkel, der Leiter des städtischen Eigenbetriebs Fußballstadion im Wildpark, als der erste Träger der Stahlkonstruktion gefallen war, womit die Akteure „weiter voll im Zeitplan“ liegen. Ende der Woche soll die Konstruktion weg sein, dann werden die Holzreste entsorgt, die Betonteile in wiederverwertbares Baumaterial zerkleinert, der Erdwall abgetragen, gesiebt und bis Ende November der neue Wall für den Bau der neuen Osttribüne modelliert sein.

Am Nikolaustag soll damit dann der eigentliche Neubau des Wildparkstadions beginnen und der Reigen der Umzüge fortgesetzt werden. Wenn die Osttribüne im Sommer 2020 fertig ist, soll diese, zusammen mit einigen Provisorien, für eineinhalb Jahre aufnehmen, was zurzeit noch auf der Haupttribüne untergebracht ist. So lange dauert es, bis die alte Tribüne abgerissen und an deren Stelle die neue Westtribüne mit Logen und Businessplätzen, Spieler-, VIP- und Pressebereich errichtet ist.

Direkt nach Fertigstellung der Ost- wird auch die neue Südtribüne in Angriff genommen. Auf die reine Stehplatztribüne mit knapp 10.000 Plätzen nehmen dann im Frühjahr 2021 die KSC-Fans „einen Seitenwechsel“ vom jetzigen Provisorium vor. Das neue Wildparkstadion soll nach wie vor bis Sommer 2022 komplett fertig sein. Wenn auch die gute alte Gegengerade verschwunden ist, soll sie nach dem Wunsch der Anhänger im Sprachgebrauch als „Gegengerade“ auch hinter dem Tor erhalten bleiben.

Selbst für den Fall, dass es zur von den KSC-Fans viel besungenen nächsten Reise durch Europa kommen sollte, ist vorgesorgt: Die Stufen der Südtribüne seien so breit angelegt, dass Stehplatz-Sitzplatz-Kombina-tionen rasch eingebaut werden könnten, versichert Betriebsleiter Merkel, dass UEFA-Vorschriften eingehalten würden. -fis-

 
 

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