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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. September 2019

Forschung: Mobilität verbindet vielfältig

RUNDGANG in der Hochschule Karlsruhe mit Landesverkehrsminister Hermann (r.), Prof. Thomas Schlegel (2. v. r.), Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner und Rektor Artinger. Foto: Christian Seitz

RUNDGANG in der Hochschule Karlsruhe mit Landesverkehrsminister Hermann (r.), Prof. Thomas Schlegel (2. v. r.), Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner und Rektor Artinger. Foto: Christian Seitz

 

Minister in Hochschule

Im Rahmen seiner Sommertour besuchte Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann am Freitag vor einer Woche das Institut für Ubiquitäre Mobilitätssysteme (IUMS) der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft (HsKA). Mit der Leiterin des Stadtplanungsamts, Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, informierte er sich über aktuelle Forschungsarbeiten und studentische Projekte.

Hermann unterstrich dabei die Wichtigkeit digitaler Lösungen für die Entwicklung innovativer und passgenauer Mobilitätskonzepte: „Verkehrsmittel können dank digitaler Anwendungen besser verknüpft und der Verkehr intelligenter gesteuert werden“, so der Minister. Gleichzeitig sei wichtig, nachhaltige Mobilitätsangebote wie den Fuß- und Radverkehr, aber auch den öffentlichen Verkehr weiter auszubauen. „Die Verkehrswende wird gelingen – wenn Mobilitätswende und Energiewende gut zusammenwirken.“

HsKA-Rektor Prof. Dr. Frank Artinger verwies in seinem Grußwort auf die gesellschaftliche Relevanz der Mobilitätsforschung sowie auf die Verantwortung der Hochschulen. „Mit aktuell drei regional und im Land hervorragend vernetzten Forschungsinstituten im Bereich Mobilität liefert die Hochschule Karlsruhe wichtige Bausteine für die Mobilitätswende vom Konzept bis hin zur konkreten Maßnahme“, betonte er.

Weil Mobilität alle betreffe, wolle man gezielt auch die Öffentlichkeit erreichen, sie auf innovative Mobilitätslösungen hinweisen und dafür begeistern. „Mobilität verbindet Wissenschaft und Praxis wie kaum eine andere Disziplin, die Hochschule Karlsruhe ist daher an der Konzeption eines neuen hochschulübergreifenden Baden-Württemberg Instituts für Mobilität (BWIM) maßgeblich beteiligt.“

Ein Bild von den Forschungen konnte sich Minister Hermann anhand eines interaktiven Prototyps eines Stadtbahnfensters der Zukunft machen. Es zeigt, wie Nutzer des Öffentlichen Personenverkehrs künftig entlang ihrer Reise mit relevanten Informationen auf einer semi-transparenten Display-Scheibe versorgt werden könnten. Aus den studentischen Arbeiten sah Hermann unter anderem einen Anforderungstaster für Ampeln, der die Grünphasen für Menschen mit Behinderungen oder ältere Personen verlängert.

Auch die Herstellung des Tasters inklusive des Drucks über einen 3D-Drucker waren Teil des Projekts. Auf dem Programm beim Rundgang durch das neu eingerichtete IUMS-Labor standen zudem stationäre und mobile Eyetracker, die zeigen, wie sich die Aufmerksamkeit von Radfahrern und Fußgängern im Straßenverkehr verteilt. Um die Erforschung des Radverkehrs geht es auch beim SensorBike, das sich Hermann erklären ließ, ebenso wie eine App zur Erhebung von Daten über den Zustand von Radwegen.

Auch die Ergebnisse der Forschungsarbeiten aus dem Reallabor GO Karlsruhe (für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis nominiert), das sich der Förderung des Fußgängerverkehrs in Karlsruhe widmete, waren Gegenstand der Präsentation. Schließlich stellten die Forscher noch ein weiteres Projekt aus dem Bereich Industrie 4.0 vor, das sie aktuell bearbeiten: Über sogenannte Pick-by-Light-Technologie können Montagearbeiten von Werkstücken durch interaktive Anleitungen und bei der Fehlerbehebung unterstützt werden. -red-

 
 

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