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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 13. September 2019

Klimapartnerschaft: Für neuen Regenwald

VIEL PFLEGE brauchen junge Bäume, weiß Projektleiter Penafiel und kürzt hier Gras, damit es Setzlinge nicht überwuchert. Foto: KEK

VIEL PFLEGE brauchen junge Bäume, weiß Projektleiter Penafiel und kürzt hier Gras, damit es Setzlinge nicht überwuchert. Foto: KEK

 

Klimapartner Karlsruhe ließ tausende Bäume pflanzen

Zufrieden, auch dank der Unterstützung aus Karlsruhe, blickt Pedro Penafiel, Aufforstungsleiter und passionierter Umweltschützer, über die hügelige Landschaft unweit des Äquators. Auf der ehemaligen Weidefläche wachsen jetzt tausende Jungbäume, die er mit seinen Arbeitern gepflanzt hat. Im Rahmen der Klimapartnerschaft zwischen Karlsruhe und der ecuadorianischen Kommune San Miguel de Los Bancos wurde das 23 Hektar große Grundstück mit heimischen Baumarten aufgeforstet.

Die Mittel stellte das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung im Rahmen seines Projekts „Kommunale Klimapartnerschaften“, zu denen auch die seit 2015 bestehende Karlsruher Verbindung zählt, zur Verfügung. Ähnliche Aufforstungsflächen wie die nun erfolgreich fertiggestellte werden genutzt, um Karlsruher CO2-Emissionen zu kompensieren, zuletzt für das Verfassungsfest im Mai.

Die Region Los Bancos in Ecuador, am Westhang der Anden, ist eine der weltweit artenreichsten und leidet sehr unter den Rodungen des Nebelwaldes, der zurückkehren soll. Das deutsch-ecuadorianische Tandem schafft dauerhaft neuen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Darunter Bäume, die massenhaft CO2 binden, was auch die im Zuge der Klimapartnerschaft entstehenden Flugemissionen ausgleicht.

Die Stadt Karlsruhe, deren Stabsstelle Außenbeziehungen und Marketing das Projekt mit der Karlsruher Energie- und Klimaschutzagentur (KEK) koordiniert, möchte weitermachen. Zeige die Klimapartnerschaft doch, wie gut kommunale Entwicklungszusammenarbeit funktionieren kann.

So haben etwa junge Karlsruher Ingenieure eine Biogasanlage für den Schlachthof in der Partnerkommune konzipiert, gemeinsam wird ein neues Abfallmanagementkonzept erarbeitet, und ein Schüleraustausch vermittelt die Bedeutung des Waldes. -red-

 
 

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