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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 20. September 2019

Feuerwehr: Der Abschied stand im Fokus

NEUGIERIG BEGUTACHTET von vielen Gästen wurde das Modell der neuen Hauptfeuerwache beim letzten „Tag der offenen Tür“ am alten Standort in der Ritterstraße. Foto: Knopf

NEUGIERIG BEGUTACHTET von vielen Gästen wurde das Modell der neuen Hauptfeuerwache beim letzten „Tag der offenen Tür“ am alten Standort in der Ritterstraße. Foto: Knopf

 

Familienfest Tag der offenen Tür wieder beliebt / 2020 zieht Hauptfeuerwache um

Ganz im Zeichen des Abschieds von der Hauptfeuerwehrwache stand kürzlich der „Tag der offenen Tür“ der Karlsruher Berufsfeuerwehr.

Denn die Traditionsveranstaltung, die wie gewohnt Scharen von Familien mit Kindern anzog, war die letzte ihrer Art in der Ritterstraße. Im Herbst kommenden Jahres findet der „Tag der offenen Tür“ dann in der neuen Hauptfeuerwache am Ostring statt. „Ein bisschen Wehmut ist schon dabei, wir haben ja ein sagenhaftes Gebäude mit ganz eigenem Charme. Aber es platzt nun mal aus allen Nähten. Daher freuen wir uns riesig auf unser neues Gebäude“, sagte Wehrsprecher Markus Pulm.

Wie üblich zeigten die Floriansjünger in der Südweststadt das gesamte Aufgabenspektrum einer modernen Berufsfeuerwehr. Es wurden fiktive Brände gelöscht, Verunfallte aus Fahrzeugen gerettet, mit der Drehleiter ging es in die Höhe, und bei der Erste-Hilfe-Station konnte man sein Wissenüber die Erstrettung auf den neuesten Stand bringen. Hauptbrandmeister Meiko Schmoranz und sein Team hatten sich für den Nachwuchs zudem etwas Besonderes ausgedacht: Die kleinen Brandbekämpfer konnten den Kinderfeuerwehrpass erwerben. Sie durften dazu unter anderem Autos mit dem Wasserschlauch löschen oder mit einem Sicherheitsgurt wie echte Feuerwehrleute die Rutschstange heruntergleiten. Kein Problem für den sechsjährigen David. „Das hat Spaß gemacht, Angst hatte ich keine“, versicherte der tapfere Bub, der auf der Leiter in den ersten Stock kletterte und dann fünf Meter in die Tiefe rutschte.

Im Zentrum des Interesses stand auch das Modell der neuen Wache – 125 Meter lang und 18 Meter breit wird das neue Gebäude. „Wir sind von dort viel schneller im Osten von Karlsruhe oder auf der Autobahn“, erklärte Brandamtsrat Sascha Dietrich, der das Modell erläuterte. Natürlich sei das Gebäude, das Passivhaus-Standard aufweise, technisch auf dem modernsten Stand und biete deutlich mehr Raum als die bisherige Zentrale. Der komplette Fuhrpark sei zudem überdacht. Kleines Highlight: Es wird ein begrüntes Dach geben, auf dem Bäume wachsen. Dietrich ist das „bislang von keiner Feuerwache in Deutschland bekannt“. -voko-

 
 

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