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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 27. September 2019

Radverkehr: Alternative Lastenrad

LASTENRAD Roadshow. Foto: Fränkle

LASTENRAD Roadshow. Foto: Fränkle

 

Antrag ab 1. November für Förderung in 2020

Etwa 180 neue Lastenräder können mit der Fördersumme von 200.000 Euro aus dem Programm „Lastenräder für Karlsruher Familien“ im kommenden Jahr auf Karlsruhes Straßen kommen. „Lastenräder sind für Karlsruhe eine ernsthafte Alternative im Individualverkehr“, betonte Daniel Fluhrer am Mittwoch auf der Lastenrad Roadshow, warum die Stadt dieses Segment per Fördertopf „bewusst besetzen möchte“ und im Sinne einer „Pionierarbeit anschieben will“. Das Programm sei ein weiterer Schritt in eine gute Richtung, freute sich Fluhrer über den jüngsten Gemeinderatsbeschluss zum IQ-Leitprojekt Fahrradstadt Karlsruhe. Lastenräder haben  - etwa bei den Abstellanlagen - Auswirkungen für die Infrastruktur. Planerisch unterlegt werden muss dies bei der Fortschreibung des Radverkehrskonzepts – über das anstehende Bypad-Verfahren.

Für gewerbliche Transporte bieten Bundes- oder Landesförderprogramme Umsteige-Anreize. Mit ihrem Fördertopf möchte die Stadt die Lücke bei privaten Transport-fahrten schließen. Und mit dazu beitragen, dass Lastenräder im Stadtbild präsent sind. Wie am Mittwoch rund um den Friedrichs-platz, wo viele bei der Cargobike Roadshow Runde um Runde ver-schiedene Modelle testeten. Groß und Klein hatten mit der Radkut-sche sichtlich Spaß. Expertenrat war vielfach nachgefragt, auch zum neuen Förderprogramms. Mit diesem werden in Karlsruhe lebende Familien, eingetragene Lebenspartnerschaften und Alleinerziehende mit mindestens einem Kind 2020 beim Kauf eines neuen Lastenrades unterstützt. Gefördert werden ein E-Lastenrad mit einem Betrag von 1.200 Euro oder ein Lastenrad ohne E-Unterstützung mit 800 Euro. Die Förderquote liegt damit etwa zwischen einem Viertel und einem Drittel des durchschnittlichen Kaufpreises von Lastenrädern. Familien mit Karlsruher Kinderpass erhalten eine um 200 Euro höhere Förderung. 2023 stellt die Stadt noch einmal 50.000 Euro zur Verfügung. Diesen Nachhaltigkeitsbonus - pro Familie 500 Euro - gibt es, wenn ein Haushalt drei Jahre lang auf das Lastenrad gesetzt hat, entweder ohnehin kein Auto hatte oder dieses nicht mehr benötigt und abschafft.
Ein Antrag für ein Lastenrad ist frühestens am 1. November, spätestens bis 31. Januar 2020 möglich. Die Anträge werden in der Reihenfolge des Eingangs bearbeitet. Sind alle Voraussetzungen erfüllt (und ist das vorhandene Budget noch nicht erschöpft), können Familien ihr gewünschtes Lastenrad nach Erhalt des Förderbescheids (frühestens ab Januar 2020) bis Ende Mai 2020 kaufen. Die wichtigsten Schritte: Familien benötigen eine „Meldebescheinigung Familie“, diese gibt es beim Ordnungsamt. Für den Förderantrag ist ein schriftliches Händler-Angebot mit Modellbezeichnung erforderlich. Der Nachhaltigkeitsbonus kann ab 1. Januar 2023 (bis 30. Juni 2023) beantragt werden. -rie-

 
 

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