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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2019

Gemeinderat: Bau von Häusern im Geviert

WEG FREI FÜR NACHVERDICHTUNG: Im Inneren des Gevierts „Am Fasanengarten“ in der Oststadt können neue Wohnungen vor allem für Senioren und Menschen mit Behinderung entstehen. Foto: Fränkle

WEG FREI FÜR NACHVERDICHTUNG: Im Inneren des Gevierts „Am Fasanengarten“ in der Oststadt können neue Wohnungen vor allem für Senioren und Menschen mit Behinderung entstehen. Foto: Fränkle

 

Am Fasanengarten: Plenum für Nachverdichtung

Innerhalb der Blockrandbebauung des Quartiers „Am Fasanengarten“ in der Oststadt können weitere Wohnhäuser entstehen. Der Gemeinderat fasste mit breiter Mehrheit den Satzungsbeschluss für den für das Projekt der Nachverdichtung notwendigen Bebauungsplan.

Mit dem von Grünen, CDU, SPD, FDP, zwei Stadträtinnen der Linken und OB Dr. Frank Mentrup getragen Beschluss - die Fraktionen von KAL/Die PARTEI, FW/FÜR und AfD stimmten dagegen, Linke-Stadtrat Lukas Bimmerle enthielt sich der Stimme -, nahm das Vorhaben jetzt eine entscheidende planungsrechtliche Hürde. Die Genossenschaft Hardtwaldsiedlung kann damit als Eigentümerin des etwa ein Hektar großen Geländes den Bauantrag für die neuen Häuser im Geviert zwischen Karl-Wilhelm-Straße, Emil-Gött-Straße, Am Fasanengarten und Parkstraße stellen.

Nach den Planungen sollen im bisher von langgestreckten Gärten und einem Garagenhof geprägten Innenbereich der dortigen dreiseitigen Blockrandbebauung etwa 65 Wohnungen entstehen. Platz finden sollen diese in sieben jeweils zweigeschossigen neuen Punkthäusern im nördlichen Teil des Innenbereichs und in einem dreigeschossigen Kopfbau, der an der Straße „Am Fasanengarten“ vorgesehen ist. In den Punkthäusern sollen altersgerechte barrierefreie Mietwohnungen entstehen, der Kopfbau soll unterschiedlichen betreuten Wohngemeinschaften - etwa für Senioren oder für Menschen mit Behinderung - und deren Gemeinschaftsräumen Raum bieten.

Gegen das Projekt ist im Landtag noch eine Petition anhängig, die dem Vorhabenträger mangelnde Rücksichtnahme auf Klima-, Arten- und Denkmalschutz vorwirft. Die Fraktion von KAL/Die PARTEI wollte in einem Änderungsantrag den Ausgang des Verfahrens abwarten, fand damit im Plenum aber keine Mehrheit. Ebenso scheiterte ein Vorstoß der LINKE-Fraktion, die vor der Entscheidung im Gemeinderat einen runden Tisch zu den Planungen einberufen wollte. Die Petition habe ohnehin keine Auswirkung auf die Entscheidung des Gemeinderats, stellte OB Mentrup klar, der Petitionsausschuss verhandle ausschließlich Verfahrensfehler.

Die verkehrliche Erschließung der neuen Häuser soll ausschließlich über die Straße „Am Fasanengarten“ erfolgen, die Freifläche im Inneren des Gevierts frei von Kraftfahrzeugen bleiben. Unter den neuen Gebäuden ist eine Tiefgarage mit insgesamt 75 Stellplätzen geplant. Für die AfD-Fraktion war diese Zahl nicht ausreichend. Die Verwaltung hielt dem in ihrer Stellungnahme entgegen, dass dies wegen des künftigen Nutzerkreises aus Senioren und Menschen mit Behinderung mit einem Stellplatzschlüssel von 0,75 sehr wohl der Fall sei. Besucherparkplätze seien allerdings keine vorgesehen. -trö-

 
 

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