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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2019

Gemeinderat: Zur Zukunft einer grünen Stadt

FÜR GESUNDE WÄLDER und Stadtbäume wollen sich Stadtverwaltung und Gemeinderat auch in Zukunft einsetzen. Foto: Fränkle

FÜR GESUNDE WÄLDER und Stadtbäume wollen sich Stadtverwaltung und Gemeinderat auch in Zukunft einsetzen. Foto: Fränkle

 

Geplant sind Konzepte zum Erhalt von Wald und Stadtbäumen, neue Stellen und bürgerschaftliches Engagement

Gleich drei Anträge von unterschiedlichen Fraktionen forderten entweder konkrete Maßnahmen oder die schnelle Erarbeitung von Konzepten, die Abhilfe schaffen sollen bei der, durch klimabedingte Trockenheit kritischen Situation der Stadt- und Waldbäume.

Da die Verwaltung bereits intensiv an dem Thema arbeitet und vieles von dem, was gefordert wurde, zusagen konnte, zeigten sich die Ratsmitglieder einhellig zufrieden mit der Entscheidung, dass im Umweltausschuss weiter über die Entwicklung berichtet und beraten wird.

Dass nichts an dem Thema „hysterisch oder übertrieben“ sei, machte Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup deutlich, der die Lage als „dramatisch“ bezeichnete und betonte, dass es im Ausschuss nun auch darum gehe, „viel über Ressourcen zu reden“. Um Präventionskonzepte, die Abstimmung mit dem Land beim Thema Staatsforst und zukunftsfähige Baumarten ging es im SPD-Antrag.

In ihrer Stellungnahme sicherte die Verwaltung zu, mit „Kooperationspartnern spezifische Konzepte für die Karlsruher Waldgebiete“ zu erarbeiten, beim Staatswald „eingebunden“ zu bleiben und kommende Arten intensiv zu prüfen. Der von den Grünen beantragte „Masterplan für den Waldumbau und Erhalt der Straßenbäume“ werde laut Stellungnahme „als Teil des städtischen Klimaschutzkonzeptes von der Verwaltung erarbeitet“, damit auch der „personelle und finanzielle Aufwand beziffert“ werden könne. Bei der Umsetzung seien zudem „bürgerschaftliche Aktionen“ geplant.

Als Antwort auf den AfD-Antrag zur Sicherstellung der Bewässerung junger Straßenbäume, schloss die Stadt den andauernden Einsatz von Feuerwehr und Gartenbaufirmen aus. Im Sinne der, als weitere Option geforderten, zusätzlichen Mittel beim Gartenbauamt, seien dort bereits zwei weitere Stellen beantragt worden. Welchen Stellenwert das Thema hat, zeigte sich auch in der Debatte.

Anton Huber (SPD) sprach von einem „offensichtlichen Problem“ bei dem man sich aber „voll auf die Stadtverwaltung verlassen“ könne, und für die Grünen forderte Renate Rastätter, dass „alles in unserer Macht stehende“ getan werden müsse und dankte für die „umfangreiche Stellungnahme“ der Stadt. Dass die geforderten „Ziele überlegenswert“ seien, befand Ellen Fenrich (AfD) ,und Sven Maier (CDU) wollte keine „Zeit der Hysterie“ und bekräftigte sein „vollstes Vertrauen in die zuständigen Stellen“.

Für die Initiative von Grünen und SPD sowie die „umfängliche“ Stellungnahme der Stadt bedankte sich Karin Binder (DIE LINKE.), während Lüppo Cramer (KAL/Die PARTEI) auf die Bedeutung von „seit Jahrzehnten“ vorhandenen Bäumen hinwies und Jürgen Wenzel (FW/FÜR Karlsruhe) „Verwaltung und Fachleuten“ sein Vertrauen aussprach. -gem-

 
 

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