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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 11. Oktober 2019

Kultur: Wie wir leben wollen

VOLLER TATENDRANG: Dr. Susanne Asche (Mitte), Dr. Monika Griefahn (3.v.r), Dr. Albert Käuflein (2.v.r) und weitere Akteure. Foto: Kulturamt

VOLLER TATENDRANG: Dr. Susanne Asche (Mitte), Dr. Monika Griefahn (3.v.r), Dr. Albert Käuflein (2.v.r) und weitere Akteure. Foto: Kulturamt

 

Workshop in der IHK über Nachhaltigkeit und Kultur

„Nachhaltigkeit: Maßstäbe für eine neue Kulturpolitik“ war der Workshop überschrieben, zu dem Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche kürzlich im Rahmen der Fortschreibung des Karlsruher Kulturkonzepts 2025 eingeladen hatte.

Das Interesse war groß: Mehr als 100 Kulturschaffende und Interessierte konnte Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein in der IHK begrüßen, darunter auch Mitglieder des neuen Gemeinderates. Ausgangspunkt war die Agenda 2030 der Vereinten Nationen mit ihren 17 Nachhaltigkeitszielen, denen sich auch die Stadt Karlsruhe 2016 angeschlossen hatte. Zahlreiche Beiträge handelten vom Beitrag der Kultur zu deren Erfüllung. Substage, Kammertheater, Tollhaus, Jazzclub, Filmboard und DAS FEST berichteten von ihren Bemühungen, bewusster mit Ressourcen umzugehen.

Lust auf die verändernde Kraft der Kultur machte die frühere Umweltministerin Dr. Monika Griefahn, Gründungsmitglied von Greenpeace Deutschland. Für sie ist Kreativität eine der wesentlichen Grundlagen einer nachhaltigen Gesellschaft. Die Bedeutung von Bildung und Kultur in der Stadt betonte Dr. Michaela Stoffels vom Deutschen Städtetag. Wie das ganz praktisch aussehen kann, zeigten die Stadtbibliothek und Stadtjugendausschuss:  Beide erreichen mit ihren Angeboten vielfältige Szenen und Bevölkerungsgruppen der Stadtgesellschaft. Ihren ganz eigenen Beitrag zum Nachhaltigkeitsziel „Geschlechtergleichheit“ stellten Schauspielchefin Anna Bergmann und ihre Stellvertreterin Anna Haas vom Badischen Staatstheater vor.

Die Nachricht, dass fast alle künstlerischen Spartenleitungen weiblich besetzt sind, fand seinerzeit überregional große Resonanz - ein Umstand, der bei entsprechender männlicher Besetzung in der Regel keine Erwähnung findet. Prof. Christiane Riedel und Daria Mille vom ZKM riefen die zahlreichen Ausstellungen des Hauses in Erinnerung, in denen die Gefährdung und Bedrohung der natürlichen Ressourcen thematisiert wurde. In der Abschlussdiskussion erhielt Kulturamtsleiterin Dr. Susanne Asche vom Plenum den Auftrag, das Thema mit Blick auf die Fortschreibung des Kulturkonzepts weiter zu verfolgen. -red-

 
 

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