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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Oktober 2019

Gemeinderat: Gestaltungssatzung für die Durlacher Altstadt

DIE UREIGENE IDENTITÄT BEWAHREN: Die neue Gestaltungssatzung mit den örtlichen Bauvorschriften soll das Erscheinungsbild des Durlacher Altstadtrings und seines Umfelds schützen. Foto: Fränkle

DIE UREIGENE IDENTITÄT BEWAHREN: Die neue Gestaltungssatzung mit den örtlichen Bauvorschriften soll das Erscheinungsbild des Durlacher Altstadtrings und seines Umfelds schützen. Foto: Fränkle

 

Das historische Erbe schützen

Zum Schutz der Durlacher Altstadt, des Erscheinungsbilds ihres Ensembles und der einzelnen Gebäude, hat der Gemeinderat jetzt mit einer Gestaltungssatzung einen wirksamen planungsrechtlichen Hebel angesetzt. Der Beschluss dazu fiel auf der jüngsten Plenarsitzung am Dienstag einstimmig aus.

Karlsruhe bekenne sich „zu seinen historischen Wurzeln“, die „Kulisse der Durlacher Altstadt“ gelte es „in ihrer Identität“ zu schützen, betonte Bürgermeister Daniel Fluhrer, als er den Stadträtinnen und Stadträten vor der Abstimmung nochmals Ziel und Inhalte der neuen Satzung näher brachte. Danach will diese die baugestalterische Entwicklung der Durlacher Altstadt im Sinne ihres unverwechselbaren Charakters steuern. Die ureigenen Gestaltungsmerkmale Durlachs sind die Richtschur für künftige bauliche Ergänzungen. „Alles Neue muss sich in den Bestand  einfügen“, schillernde Werbeanlagen etwa müssten außen vor bleiben, sah Fluhrer das neue Instrumentarium als ideale Ergänzung zur bereits geltenden Gesamtanlagensatzung. Diese regelt die Aspekte des Denkmalschutzes, die Gestaltungssatzung die örtlichen Bauvorschriften.

Für die Fraktionen im Bürgersaal begrüßten die Stadträte Johannes Honné (GRÜNE), Dirk Müller (CDU), Michael Zeh (SPD), Jürgen Wenzel (Zählgemeinschaft aus FW/FÜR und FDP) und Dr. Paul Schmidt (AfD) sowie Stadträtin Mathilde Göttel (DIE LINKE) einhellig die neue Satzung. Sie sei „ein wichtiger Baustein, um die historische Substanz zu schützen“, unterstrich etwa Honné. Beim Klimaschutz sah er allerdings wie SPD-Kollege Zeh in Zukunft  noch Handlungsbedarf. Honné: „Wir müssen vielleicht noch nachsteuern, um Photovoltaikanlagen zulassen zu können“. -trö-

 
 

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