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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Oktober 2019

Gemeinderat: Sanierungsprogramm für Gewerbegebiet

DAS GEWERBEGEBIET GRÜNWINKEL liegt direkt an der Südtangente und ist über den Bahnhof West an den Bahnverkehr angebunden. Foto Fränkle

DAS GEWERBEGEBIET GRÜNWINKEL liegt direkt an der Südtangente und ist über den Bahnhof West an den Bahnverkehr angebunden. Foto Fränkle

 

Forschungsprojekt REGEKO als Grundlage für weitere Entwicklung in Grünwinkel

Der Gemeinderat setzt weiter auf die Re-Aktivierung und Attraktivitätssteigerung vorhandener Gewerbegebiete. Dies bekräftigte er mit seinem Beschluss, für das „Gewerbegebiet Grünwinkel“, und damit erstmals in Karlsruhe für ein Gewerbegebiet, die Aufnahme in ein städtebauliches Erneuerungsprogramm für das Programmjahr 2020 zu beantragen.

Die Antragstellung soll auf der Grundlage des städtebaulichen Rahmenplans für das Gewerbegebiet und den Ergebnissen aus dem mit Bundes- und Landesmitteln geförderten Forschungsprojekt REGEKO (Ressourcenoptimiertes Gewerbeflächenmanagement durch Kooperation) erfolgen, das im letzten Jahr abgeschlossen wurde. Dabei stand eine höhere Ausnutzung der Grundstücke unter der Berücksichtigung von Umwelt- und Klimaaspekten ebenso im Blickpunkt, wie die Verbesserung der verkehrlichen Anbindung und den Möglichkeiten, ein attraktiveres Arbeitsumfeld zu schaffen.

„Das Projekt hat die gesetzten Ziele nicht erreicht“, erhob CDU-Fraktionschef Tilman Pfannkuch seine „mahnende Stimme“ schließlich ziehe der Beschluss Ausgaben der Stadt nach sich. Nach jetzigem Stand wird mit Nettogesamtausgaben von 14,5 Millionen Euro, gerechnet, nach Abzug der Förderung durch Bund und Land würden rund rund 6,2 Millionen beizusteuern. Gleichwohl, so Pfannkuch sollte aufgrund des Flächenmangels nicht nur dieses Gebiet sondern darüber hinaus „alle in die Jahre gekommenen Gewerbeflächen“ neu „in die Hand“ genommen werden.

Kleinere Parkflächen, bessere Radverbindungen oder das „Erwecken des Bahnhofs West aus dem Dornröschenschlaf“ nannte Johannes Honné beispielhaft für die positiven Ansätze, die im REGEKO-Projekt herausgearbeitet wuden. „Es ist viel Aktivierungspotential in diesem Gebiet sichtbar gemacht worden“, ging ebenso Michael Zeh (SPD) auf Pfannkuchs Kritik ein. „Wir sind froh schon so weit gekommen zu sein,“ sprach Jürgen ‚Wenzel für die Zählgemeinschaft von FDP und FW/FÜR-Fraktion dafür aus, die aufgezeigten Chancen weiter zu nutzen. Bessere Flächenausnutzung bringe neben der Belebung des Westbahnhofes mehr Verkehr, wies Dr. Paul Schmidt (AfD) auf Bedenken der Anwohner hin.

 
 

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