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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 25. Oktober 2019

Kombilösung: Endspurt auf dem Mendelssohnplatz

FORTSCHRITT: Dynamisch geht es auf dem Mendelssohnplatz zu: Die Nord-Süd-Verbindung der Gleise über die Kreuzung steht, am Straßenbau wird noch gearbeitet. Foto: KASIG

FORTSCHRITT: Dynamisch geht es auf dem Mendelssohnplatz zu: Die Nord-Süd-Verbindung der Gleise über die Kreuzung steht, am Straßenbau wird noch gearbeitet. Foto: KASIG

 

Ab 26. Oktober können Bahnen wieder über den Platz fahren

Der Umbau der Kriegsstraße mit einer neuen oberirdischen Gleistrasse und einem darunterliegenden Autotunnel geht in einem kleinen Teilbereich in den Endspurt.

Auf dem Mendelssohnplatz sind Schienen, Fahrspuren für Autos, Rad- und Gehwege endgültig oder teilweise provisorisch soweit, dass ab der Nacht auf den morgigen Samstag, 26. Oktober, 1.15 Uhr, die ersten Bahnen wieder über den Mendelssohnplatz fahren können.

Wie die Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft (KASIG) als Bauherrin der Kombilösung mitteilt, bauten die beauftragten Firmen für die jetzige Inbetriebnahme in einzelnen Etappen zunächst das in der Mitte der Kreuzung liegende Gleisviereck mit seinen vier Stummeln nach Osten, Süden, Westen und Norden ein. Danach schlossen sie abschnittsweise die Lücken zu den Netzanschlüssen nach Süden in die Rüppurrer Straße, zuletzt gen Norden in die Fritz-Erler-Straße.

Zeitgleich zu den Oberflächenarbeiten schreiten die Arbeiten am Straßentunnel unter der künftig komplett umgebauten und neu gestalteten Kriegsstraße voran. Westlich vom Mendelssohnplatz bis zur Meidinger Straße im Baufeld O 3 etwa laufen laut KASIG Aushub- und Spezialtiefbauarbeiten wie die Herstellung von Ankern und Weichgelsohle. Von der Meidinger Straße bis knapp vor die Kreuzung Ettlinger Tor ist im östlichen Bereich des Baufelds O 4 bereits der Ingenieurbau unterwegs: Für die ersten jeweils zehn Meter langen Tunnelblöcke ist die Sohlplatte aus Stahlbeton hergestellt. Mit Spritzbeton wird daneben der seitliche Verbau geglättet – er dient als rückwärtige Schalung für die herzustellenden Tunnelwände. Im westlichen Teilbereich des Baufelds läuft die Dichtigkeitsprüfung an, die darüber Auskunft geben soll, ob die Baugrube nach unten und seitlich gegen eindringendes Grundwasser ausreichend geschützt ist.

Auf der anderen Seite der Kreuzung Ettlinger Tor im Baufeld W 4 läuft ebenfalls noch der Spezialtiefbau: Anker werden in der untersten Lage seitlich ins Erdreich gerieben. Parallel wird das Glätten der Verbauwände mit Spritzbeton vorbereitet. Im Baufeld W 3 ist die entscheidende Etappe „Ingenieurbau“ schon erreicht: Der Rohbau des Tunnelabschnitts zwischen Lammstraße und Ettlinger Tor und an der Betriebszentrale auf der Südseite der Kriegsstraße läuft, der Tunnel wird länger und länger - bis er das Baufeld W 4 erreicht. -red-/-trö-

 
 

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