Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 15. November 2019

Städtischer Winterdienst: Losung "Agieren vor Reagieren"

DAS KOMBISPRÜHFAHRZEUG vor der Salzlagerhalle zeigen (v.l.) Andreas Bender und Olaf Backhaus vom AfA Bürgermeisterin Bettina Lisbach. Foto: Fränkle

DAS KOMBISPRÜHFAHRZEUG vor der Salzlagerhalle zeigen (v.l.) Andreas Bender und Olaf Backhaus vom AfA Bürgermeisterin Bettina Lisbach. Foto: Fränkle

 

Winterdienst des AfA ist mit genügend Salz und modernster Technik startklar

„Präventiv für die Verkehrssicherheit auf hohem Niveau mittels neuester Technik und so viel wie nötig, aber so wenig wie möglich Feuchtsalz und Sole“, geht laut Bürgermeisterin Bettina Lisbach die Stadt die aktuelle Winterdienstsaison an. „Laufend überarbeitete Streu- und Bereitschaftspläne sowie Personalschulungen“ sind auch ein Faktor.

Mit modernen Kombisolesprühern können zugunsten der Umwelt ohne Wehverluste bis zu 70 Prozent der früheren Menge von Feststoffsalz eingespart werden. Sehr wichtig ist Lisbach auch das von einer Spezialfirma betreute, 200 Kilometer lange „wintertaugliche Fahrradnetz“. Insgesamt hat die Stadt Winterdienstleiter Andreas Bender vom Amt für Abfallwirtschaft (AfA) zufolge Zugriff auf 6500 Tonnen Salz, eine Menge, die erfahrungsgemäß  für einen auch sehr strengen Winter ausreicht. Im milden vergangenen Winter wurden nur 800 Tonnen gebraucht.  Rund 1100 Tonnen lagern auf dem Gelände des AfA. Da die dortige Salzlagerhalle „nicht mehr artgerecht“ sei, baut die Stadt hier gerade eine neue für rund 3400 Tonnen. Damit kann sie den klimaschädlichen Lastverkehr erheblich einschränken. Startklar soll die Halle in der nächsten Saison sein. Schneit und friert es, sind bei einem Volleinsatz in mehren Schichten zwischen 3 und 22 Uhr, länger als  gesetzlich vorgeschrieben, bis zu 500 Mitarbeiter mit 200 Fahrzeugen und Geräten aktiv. Darunter finden sich 36 Großstreufahrzeuge mit Thermomatentechnik (Messen der Oberflächentemperatur der Fahrbahn), um das Salz nochmals um 20 Prozent zu reduzieren. Erste Priorität haben Bundes-, Landes-, Hauptverbindungsstraßen, Gefahrenstellen, Radwege sowie Zufahrten zu Krankenhäusern und Kindergärten. Danach folgen weitere Straßen, insgesamt auf einer Länge von 670 Kilometern. Präventiv gibt es im ständigen Kontakt mit dem Wetterdienst, dem Landkreis und der Polizei sowie Informationen aus drei eigenen Glättemeldeanlagen wie bereits vorigen Sonntag Kontrolltouren an besonders gefährdeten Stellen. Die Bürgerinnen und Bürger bittet AfA-Leiter Olaf Backhaus, ihrer Anliegerverpflichtung nachzukommen: Gehwege sind ab 7.30 Uhr, sonn- und feiertags ab 9 Uhr, bis 21 Uhr zu räumen und mit abstumpfendem Material, keinesfalls Salz, zu sichern. -cal-

 
 

Zur Übersicht der Wochenausgabe