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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. November 2019

Schulbeirat: Verbesserte Beschulung

 

Bericht im Schulbeirat / Größte Gruppe aus Rumänien

Eine Information zu Schulangeboten für neu zugewanderte Kinder und Jugendliche in Karlsruhe zum Schuljahr 2018/19 legte das Schul- und Sportamt nun dem Schulbeirat vor.

Das Gremium nahm diese wohlwollend zur Kenntnis und erfuhr, dass sich an den Zahlen (375 Kinder und Jugendliche an allgemeinbildenden Schulen plus etwa 110 an beruflichen Schulen sowie im Übergang Schule – Beruf) wenig änderte, die Zusammensetzung aber stark abweicht. In den Vorbereitungsklassen (VKL) an Grund- und weiterführenden Schulen bilden rumänische Kinder inzwischen die deutlich größte Gruppe. An der Felsschule (Landeserstaufnahmestelle) stammen knapp drei Viertel der Schüler aus Osteuropa. Für den schwierigen Übergang in den Regelunterricht kann jede Schule seit diesem Schuljahr staatlich nachgehende Sprachförderung beantragen, fast hundert Schüler erfuhren auch so Unterstützung.

Eigentlich ist die weiterentwickelte vorbereitende Beschulung auf ein Jahr angesetzt, doch das reicht längst nicht immer. Die größte Gruppe in Karlsruhe (44 Mädchen und Jungen) wechselte nun auf eine Werkrealschule, dicht gefolgt von vierzig, die in einer VKL blieben, 16 wechselten auf das Gymnasium, 26 in eine Real- und sechs in eine Gemeinschaftsschule. Auch auf Berufsschulebene und auf dem Weg in den Beruf bleibt unterstützende Sprachförderung elementar. Zum Regulären hinzu kommen etwa Ferien-Blockunterricht und das vom städtischen Büro für Integration mit geförderte Programm SCHEFF (Schulergänzende Förderung für Flüchtlinge). Zur wichtigen sozialen Integration trägt eine volle Schulsozialarbeit-Stelle an jedem Standort bei, ermöglicht zum laufenden Schuljahr durch Aufstockung im Zuge der Haushaltsberatungen. Geflüchtete bilden im klassischen Schulbereich nur noch eine kleine heterogene Gruppe, zwischen Schule und Beruf liegt ihr auch dort rückläufiger Anteil noch bei rund sechzig Prozent.

Von den Mitgliedern des Schulbeirats gab es Dank und Anerkennung. Der Bericht konstatiert: „In allen genannten Bereichen konnten (…) deutliche Verbesserungen erreicht werden.“ Ähnlich wie er fordert der Beirat eine an Stunden und Fächern umfassendere Beschulung der „Fachkräfte von morgen“. -mab-

 
 

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