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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. November 2019

Umwelt: Pflege in acht Schutzgebieten

AM GRÖTZINGER BAGGERSEE werden Ufergehölze zurückgeschnitten. Foto: Stadt Karlsruhe

AM GRÖTZINGER BAGGERSEE werden Ufergehölze zurückgeschnitten. Foto: Stadt Karlsruhe

 

Firmen korrigieren für Umweltamt Fehlentwicklungen / Anlage eines Laichtümpels

Aktuell finden in mehreren Natur- und Landschaftsschutzgebieten Landschaftspflegearbeiten statt, um den spezifischen Charakter der einzelnen Flächen zu erhalten und zu fördern. Stets geht ein Abstimmungsprozess mit den örtlichen Gebietsbetreuern und Kennern voraus.

So werden am Grötzinger Baggersee Ufergehölze zurückgeschnitten, um zu stark mit Weiden zugewachsene Uferzonen zu lichten und die Entwicklung von Flachwasserzonen zu fördern. Am Erlachsee gilt es, die Kiesinseln, Brutplatz des Flussregenpfeifers, von Bewuchs zu befreien und einzelne Gehölze zur Förderung einer strukturreichen Ufervegetation zu reduzieren. An den „Weiherfeldteichen“ werden Schilfröhrichte durch das Entfernen neu wachsender Gehölze gepflegt. Am Knielinger See müssen am Willichgraben, am Federbach und in der „Ernestinenwiese“ Goldruten, junge Weiden und Robinien sowie Brombeeren weichen, um Schilfröhrichte zu fördern. In Neureut entsteht im Gewann „Oberer Damm“ in einer Bodensenke ein  flacher Tümpel als Laichplatz der seltenen Knoblauchkröte. Dieses Vorhaben geht auf das Artenschutzprogramm des Landes Baden-Württemberg zurück. Gleichzeitig werden auf angrenzenden Flächen junge Weiden entfernt, die sich hier ausgebreitet hatten. Ebenfalls in Neureut, allerdings am Heidesee, müssen Gehölze weg, die sich auf den südexponierten Böschungen ausdehnten. Hierbei handelt es sich vorwiegend um den nichtheimischen, sich sehr stark ausbreitenden amerikanischen Eschen-Ahorn. Am Hatzengraben in Grünwettersbach werden Gehölze abschnittsweise zurückgeschnitten, und an der dortigen Wiesenstraße wird das sich stark ausbreitende Weidengebüsch zurückgedrängt. Ziel ist die Erhaltung und Entwicklung der Begleitvegetation und Tierwelt. Die Arbeiten erledigen qualifizierte Firmen im Auftrag der städtischen Naturschutzverwaltung. -red-

 
 

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