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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 22. November 2019

Verkehr: Staus und Suchverkehr verringern

INTELLIGENTES VERKEHRSLEITSYSTEM zur Steuerung des motorisierten Verkehrs in der Innenstadt. Foto: Stadtwerke

INTELLIGENTES VERKEHRSLEITSYSTEM zur Steuerung des motorisierten Verkehrs in der Innenstadt. Foto: Stadtwerke

 

Intelligentes Verkehrsleitsystem soll im Advent die Innenstadt entlasten / Erfolgreich getestet

In der Adventszeit will das Tiefbauamt das Aufkommen des motorisierten Verkehrs in der Innenstadt über ein dynamisches Leitsystem steuern. Die technische Infrastruktur des Systems, das auf Grundlage der jeweiligen Lage in den Hauptzufahrtsstraßen die Fahrzeuge auf alternative Stecken umleitet, stammt von den Stadtwerken.

Das Kooperationsprojekt, „das auf der Datensammlung des Tiefbauamts und der smarten Verkehrslenkung der Stadtwerke beruht, soll helfen, unnötige Staus und Suchverkehr zu verringern“, gab OB Dr. Frank Mentrup am Montag  vor den Medien die Zielrichtung vor. Darüber hinaus setze das gemeinsam entwickelte System, das beim Stadtfest seinen Testlauf erfolgreich meisterte, „die Verkehrslenkung auf eine neue Qualitätsstufe“, betonte Mentrup auf der Pressekonferenz bei den Stadtwerken.

Zunächst aber wolle die Stadt „Anreize für den Umstieg vom Auto auf den ÖPNV schaffen“, nannte Tiefbauamtsleiter Martin Kissel die Erweiterung der 15 Park-and-Ride-Plätze im Advent um solche Flächen am Messplatz und bei der Europahalle als ersten Pfeiler im Drei-Säulen-Konzept. Die gezielte Routenführung oder -empfehlung einschließlich des Hinweises auf die Zahl der freien Plätze in Parkhäusern der Innenstadt über LED-Tafeln an Südtangente und weiteren Standorten ist der zweite. Das sichere Führen in die City und aus ihr heraus vor allem für Ortsunkundige der dritte. Vordringlich gelte zu bestimmten Zeiten, „Kriegsstraße meiden“, brachte Kissel eine wesentliche Botschaft auf den Punkt.

Damit das Konzept zu einem technisch intelligenten System wird,  erfassen die Stadtwerke mit Wärmebildern über sogenannte Detektionskameras an drei Standorten den Verkehrsfluss und analysieren, ob sich ein Stau bildet. Auf der Südtangente arbeiten sie mit Bewegungsdaten, die direkt von den dort verkehrenden Fahrzeugen stammen. Auf einer Smart-City-Plattform laufen dann alle erfassten Daten zusammen. Darunter sind auch Echtzeit-Belegungsdaten von Parkhäusern. Die Plattform wiederum verarbeitet die Daten und steuert die LED-Tafeln am Straßenrand. Die neue Infrastruktur schaffe über die aktuelle Verkehrslenkung hinaus „einen echten Mehrwehrt für die Bürger“, sah der Technische Geschäftsführer der Stadtwerke, Dr. Olaf Heil, die urbanen Echtzeit-Daten auch „als Grundlage für die Optimierung des Parkraums und weitere nachhaltige Projekte“. -trö-

 
 

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