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Karlsruhe: Stadtzeitung

Ausgabe vom 26. Februar 2021

Gemeinderat: Neue Dreifeldsporthalle soll Lina-Radke-Halle heißen

BRESLAU IM JAHR 1927: Lina Radke-Batschauer siegt im Lauf über 800 Meter. Foto: Stadtarchiv

BRESLAU IM JAHR 1927: Lina Radke-Batschauer siegt im Lauf über 800 Meter. Foto: Stadtarchiv

SOWEIT NACH PLAN verläuft der Hallenneubau in der Südweststadt, der mit drei Feldern das Kapazitätsdefizit auszugleichen hilft. Foto: Steffler

SOWEIT NACH PLAN verläuft der Hallenneubau in der Südweststadt, der mit drei Feldern das Kapazitätsdefizit auszugleichen hilft. Foto: Steffler

 

Erinnern an Läuferin

Die Dreifeldsporthalle, die in der Südweststadt bei der Elisabeth-Selbert-Schule entsteht, soll den Namen einer großen Karlsruher Leichtathletin tragen. Der Gemeinderat stimmte dem Vorschlag der Verwaltung zu, die Sportstätte in Sichtweite des Carl-Kaufmann-Stadions mit Lina-Radke-Halle zu benennen.

Lina Radke, die als Karoline Batschauer 1903 in Karlsruhe zur Welt kam, war von Mitte der zwanziger bis in die dreißiger Jahre des vorigen Jahrhunderts hinein eine der besten deutschen und europäischen Läuferinnen über die Mittelstrecke. Sie wurde 1926 Deutsche Meisterin über die 1.000 Meter, ein Jahr später im Trikot des Karlsruher Fußballvereins (KFV) in Weltrekordzeit Deutsche Meisterin im 800-Meter-Lauf.

Im gleichen Jahr heiratete sie den Leichtathletik-Trainer Georg Radke und zog mit ihm nach Breslau. 1928 gewann sie bei den Olympischen Spielen in Amsterdam über die 800 Meter in neuer Weltrekordzeit die Goldmedaille, 1929 lief sie nochmals Weltrekord – den über 1.000 Meter. Nach dem Krieg lebte sie in der DDR, floh aus dieser 1961 in ihre Geburtsstadt, in der sie bis zu ihrem Tod 1983 wohnte. -trö-

 
 

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