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25. Juni 2021

Magistrale für Europa: Nachtzüge haben Zukunft

Magistrale für Europa

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Vorsitzender Mentrup freut sich über Renaissance wichtiger Verbindungen

Für einen weiteren Ausbau internationaler Nachtzugverbindungen machte sich Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup bei der Hauptversammlung der Initiative "Magistrale für Europa" stark, der seit über 30 Jahren zehn Städte, neun Regionen und fünf Industrie- und Handelskammern von Paris bis Bratislava angehören. "Als Vorsitzendem dieser Initiative liegt mir die Wiederbelebung traditioneller Langstrecken-Reisezüge besonders am Herzen, denn es gibt keine umweltfreundlichere Art zu reisen als mit dem Zug", sagte Mentrup. Zum Klima-Bonus komme außerdem noch der Komfort, insbesondere dann, wenn Nachtzüge genutzt werden können.

"Slow Travelling" liegt im Trend

Anlass war die Ankündigung der Bahn-Managerin Sophie Buyse, dass Ende des Jahres ein Konsortium aus DB, SNCF und ÖBB einen "NightJet"-Nachtzug auf der Strecke Paris-Wien anbieten wolle. Wie Tim Euler vom neu gegründeten Online-Portal Nachtzug-Urlaub.de erläuterte, biete eine Reise mit dem Schlafwagen nicht nur den Vorteil, ausgeruht am Zielort anzukommen, sondern zugleich auch auf Entschleunigung zu setzen. Dies eröffne dem Tourismus entlang der Routen ganz neue Perspektiven. "Für Bahnreisende ist nicht selten der Weg das Ziel", weiß auch der OB. "Slow-Travelling" bedeute, dass man unterwegs auch einmal innehalten, interessante Städte entlang des Reisewegs anschauen und kulturelle Angebote erleben könne. Mentrup appellierte daher an die Tourismus-Branche, diese Chance zu ergreifen und neue Formate zu schaffen, welche gezielt die Klientel der Nachtzug-Reisenden ansprechen könnten.

Beseitigung vorhandener Engpässe gefordert

Um den Bahnverkehr auf der wichtigen West-Ost-Achse zwischen Paris, Karlsruhe, Wien und Bratislava/Budapest weiter zu stärken, müssen noch vorhandene Engpässe zügig beseitigt werden. So lautete der Tenor aller rund 80 Teilnehmenden bei der öffentlichen Hauptversammlung der Initiative "Magistrale für Europa". Zuvor war in nichtöffentlicher Sitzung entschieden worden, die Initiative in die Rechtsform eines eingetragenen Vereins weiterzuentwickeln. Dadurch können unter anderem zukünftig europäische Fördermittel, wie etwa aus dem INTERREG-Programm, beantragt werden. Dr. Frank Mentrup wurde als Vorsitzender der Initiative in seinem Amt bestätigt.