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Karlsruhe: Presseportal

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19. Januar 2018

Blick auf bisher weitgehend unbekanntes Kriegsverbrechen

 

Bei Gedenkveranstaltung der Stadt für Opfer des Nationalsozialismus eröffnet Ausstellung "geraubte Kinder - vergessene Opfer"

Die Gedenkveranstaltung der Stadt Karlsruhe für die Opfer des Nationalsozialismus rückt in diesem Jahr ein in der Öffentlichkeit bisher weitgehend unbekanntes Kriegsverbrechen in den Blick. Bürgermeister Dr. Albert Käuflein eröffnet am Samstag, 27. Januar, um 18 Uhr im Saal des Neuen Ständehauses in der Ständehausstraße 2 die Wanderausstellung "geraubte Kinder - vergessene Opfer", die an den zehntausendfachen Raub von Kindern durch die Nationalsozialisten und ihre Helfershelfer während des Zweiten Weltkriegs in den von der Wehrmacht besetzten Gebieten erinnert.

Kurator Christoph Schwarz führt in die Präsentation ein, die in Text und Bild in der Erinnerungsstätte im Ständehaus Biografien und Schicksale von Menschen beleuchtet, die im Kindesalter in Polen, Russland, Slowenien, Tschechien oder Norwegen wegen ihres vermeintlich "arischen Aussehens" ihren Eltern weggenommen, in Züge gepfercht und ins "Reich" verschleppt wurden. Hier wurden sie als "gewünschter Bevölkerungszuwachs" in Pflegefamilien, Heimen oder Lagern "eingedeutscht" und ihrer ursprünglichen Identität beraubt. Für die musikalische Umrahmung der Gedenkveranstaltung sorgen Maya und Boris Yoffe (Violine), Emil Langbord (Viola) und Dimitri Dichtiar (Cello).  

Danach ist die vom gleichnamigen Freiburger Verein zusammengestellte Ausstellung "Geraubte Kinder - vergessene Opfer" vom 30. Januar bis zum 10. März jeweils dienstags bis freitags von 10 bis 18.30 Uhr sowie samstags von 10 bis 14 Uhr bei freiem Eintritt zu sehen.