Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Presseportal

Zurück

29. April 2019

EFFEKTE-Dienstag widmet sich dem Rhythmus des Lebens

Bei EFFEKTE im Mai werden die neuesten Erkenntnissen und Methoden aus der Medizin vorgestellt.

Bei EFFEKTE im Mai werden die neuesten Erkenntnissen und Methoden aus der Medizin vorgestellt.

Details und Download

 

Medizinische Wissenschaftsreise zum Takt von Zellteilung, Geburt und Herzschlag

Beim kommenden EFFEKTE-Wissenschaftsdienstag dreht sich alles darum, in welch vielfältiger Weise das menschliche Leben von Rhythmus bestimmt wird. Mediziner und Forscher des Städtischen Klinikums sowie des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) stellen dazu grundlegende Phänomene und aktuelle wissenschaftliche Entwicklungen vor. Los geht die medizinische Wissenschaftsreise am Dienstag, 7. Mai, um 19.30 Uhr im Substage Café. Der Eintritt ist frei, die Anzahl an Plätzen ist jedoch begrenzt. Eine Anmeldung ist nicht möglich.

Der letzte Termin der diesjährigen EFFEKTE-Reihe beginnt bei den Stammzellen. Zum Beispiel beginnen befruchtete Eizellen in einem vorgegebenen Rhythmus damit, sich zu teilen und embryonale Stammzellen zu entwickeln. Aus diesen Zellen können unter anderem Blut-, Nerven-, Haut- oder Muskelzellen gebildet werden. Wie das funktioniert und welche Möglichkeiten sich heute und in Zukunft für die Behandlung von Erkrankungen, insbesondere von Tumoren, ergeben, zeigt Prof. Martin Bentz, Direktor der Medizinischen Klinik III am Städtischen Klinikum Karlsruhe.

Dass Rhythmus auch den Takt bei einer bevorstehenden Geburt angibt, weiß der Direktor der Frauenklinik Prof. Andreas Müller zu berichten. So ändern sich ihm zufolge die Zeitabstände zwischen zwei Herztönen, wenn eine Geburt bevorsteht. Dank moderner Geräte können diese Veränderungen gemessen und bewertet werden. Müller erklärt wie dies medizinisch zu deuten ist und geht darauf ein, welche Möglichkeiten der vorgeburtlichen Diagnostik es gibt, wie DNA-Untersuchungen und Geschlechtsbestimmungen erfolgen, wie eine normale Geburt abläuft und wohin die Reise bei Geburtshilfe und Reproduktionsmedizin geht.

Gerät das Herz außer Takt, ist das Wissen von Kardiologen gefragt. Privatdozent Dr. Armin Luik, Leiter des Elektrophysiologischen Labors in der Medizinischen Klinik IV, beschäftigt sich mit der Untersuchung und Behandlung von Herzrhythmusstörungen. Dabei arbeitet er eng mit Prof. Olaf Dössel zusammen, der das Institut für Biomedizinische Technik am KIT leitet. Dank der Kooperation konnte in den letzten Jahren an einer Analysemethode geforscht werden, die die Erfolgsrate bei der Behandlung von Vorhofflimmern erhöhen soll. Luik und Dössel stellen die Ergebnisse ihrer aktuellen Arbeit vor.