Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Presseportal

Zurück

13. Oktober 2020

EuroArt traf sich zu Generalversammlung in Grötzingen

EuroArt traf sich zu Generalversammlung in Grötzingen

EuroArt traf sich zu Generalversammlung in Grötzingen

Details und Download

 

Europäische Vertreter von historischen Künstlerkolonien waren online zugeschaltet

"Die Tagung der Generalversammlung 2020 von euroArt im Kulturstadtteil Grötzingen ist für die gesamte Stadt Karlsruhe eine große Freude und Ehre", begrüßte vor Kurzem Kulturbürgermeister Dr. Albert Käuflein die Mitglieder der europäischen Vereinigung historischer Künstlerkolonien. Aufgrund der Pandemie waren die europäischen Mitglieder per Videokonferenz zugeschaltet. Der Markenkern von Karlsruhe mit den Themen Recht, Innovation und Medienkunst werde durch die historische Künstlerkolonie Grötzingen und seiner gegenwärtigen Kulturszene ergänzt, so Käuflein.

Der frühere Erste Bürgermeister Siegfried König, Vorsitzender des Freundeskreises Badisches Malerdorf, setzt auf den weiteren Ausbau europäischer Netzwerke in Sachen Künstlerkolonien und Kultur. Über solche Netzwerke gelang Elisabeth Boser von den Dachauer Galerien und Museen bereits mehrfach ein fruchtbarer Austausch mit der Städtischen Galerie in Karlsruhe. Sie hält den Zusammenschluss in EuroArt für immens wichtig, um Vergleiche herauszuarbeiten und sich international darzustellen, denn so gehe der Blick über den Tellerrand hinaus. 

Vernetzung hat besondere Bedeutung

"Für die Vernetzung dieser Kulturinstitutionen und deren Außenwirkung ist es wichtig, dass sie Erfahrungen und Ideen austauschen und persönliche Bekanntschaften machen", sagte Ortsvorsteherin Karen Eßrich. "Da gibt es wechselseitig sehr erfolgreiche Ausstellungen und rege Zusammenarbeit." Die Grötzinger Künstlerin Brigitte Nowatzke-Kraft sah die Bedeutung von euroArt ebenfalls in der Vernetzung der Orte und auch in dem Austausch, auf welche Art und Weise Kunst und Künstler gefördert werden können und wie man vom Image "Malerkolonie" profitiert: "Da kann man gerne über den Tellerrand schauen, von anderen lernen und diskutieren, wie man sich den heutigen Anforderungen stellt, ohne die Vergangenheit zu negieren."

Nach Corona ein entspannteres Treffen

Es frage sich, so Nowatzke-Kraft, wie genau man sich heute mit der ehemaligen Kolonie identifiziert: "Nur als reiner Imageträger zu Werbezwecken, als Tourismusmagnet? Oder auch durch die Bereitstellung von Ausstellungsräumen, Ateliers oder Stipendien zur Förderung aktueller Kunst, um den Weg in die Zukunft zu gehen?" Insgesamt sei man sich darin einig, dass alles nur machbar ist, wenn es politisch gewollt und deshalb unterstützt wird: "Dies kann man überall und durchaus auch in Grötzingen beobachten."

Nach Corona soll es ein entspannteres Treffen von euroArt in Grötzingen geben, versprach Kulturbürgermeister Käuflein: "Dann wird es uns wiederum eine große Ehre und Freude sein."