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Karlsruhe: Presseportal

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6. Juli 2017

Initiativkreis präsentiert Projekt "Forum Recht" in Karlsruhe

Ein Abend für das "Forum Recht" in Karlsruhe

Ein Abend für das "Forum Recht" in Karlsruhe

Details und Download

Lage "Forum Recht"

Lage "Forum Recht"

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"Forum Recht" soll am Karlstor entstehen

"Forum Recht" soll am Karlstor entstehen

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Pressemitteilung von Initiativkreis und Koordinierungsstelle "Forum Recht"

In Karlsruhe soll ein "Forum Recht" entstehen. Am Mittwoch, 5. Juli, veranstaltete die Geschäftsstelle "Forum Recht" im Bundesgerichtshof einen Abend, um über den aktuellen Stand des Projekts zu informieren und die Idee weiter voranzutreiben.

Die folgende Pressemitteilung von Initiativkreis und Koordinierungsstelle "Forum Recht" zum gestrigen Abend ist dieser Meldung auch als pdf-Medienelement beigefügt:

 

Initiativkreis präsentiert Projekt „Forum Recht“ in Karlsruhe

Das Projekt „Forum Recht“ ist bei den Karlsruher Bürgern auf großes Interesse und ein positives Echo gestoßen. Das wurde bei der Vorstellung am Mittwoch auf dem Gelände des Bundesgerichtshofs deutlich. Auch zahlreiche Vertreter der politischen Parteien, Vertreter aus Kultur und Wissenschaft, Rechtspraxis und Richterschaft waren der Einladung zu diesem „vor Ort-Termin“ gefolgt.

Für den privaten Initiativkreis hatten die Richterin des Bundesverfassungsgerichts Prof. Dr. Susanne Baer, die Präsidentin des Bundesgerichtshofs (BGH) Bettina Limperg, der Karlsruher Oberbürgermeister (OB) Dr. Frank Mentrup und der ehem. Präsident des BGH Prof. Dr. Günter Hirsch bewusst auf das Gelände des BGH eingeladen; denn hier soll das Projekt „Forum Recht“ realisiert werden.

Das „Forum Recht“ sei auch Ausdruck der engagierten Karlsruher Bürgergesellschaft, die in einem Initiativkreis dieses Projekt angeschoben habe, so Karlsruhes OB Frank Mentrup. Er unterstrich, dass mit dem „Forum Recht“ an prominenter Stelle im Stadtbild ein Zeichen gesetzt würde.

„Wo, wenn nicht hier“, fragte Bettina Limperg ihre Zuhörer. Sie betonte dabei, dass das „Forum Recht“ mehr als ein Museum sein soll. Entstehen soll ein Dokumentations-, Informations-, Kommunikationszentrum und eine Begegnungsstätte, die unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen aus aller Welt vor Ort zusammenführen soll.  Derzeit werde von zwei international angesehenen Büros, dem Institut für Zeitgeschichte in München (IfZ) und den Teams bogner.knoll und Triad aus Wien und Berlin, unter Hochdruck der inhaltliche und gestalterische Teil der Machbarkeitsstudie für das „Forum Recht“ erarbeitet.

Der renommierte Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Thomas Dreier vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) gab einen Vorgeschmack darauf, was in einem „Forum Recht” gezeigt werden könnte. „Bilder sind statisch, beim Recht handelt es sich aber um einen dynamischen Kommunikationsprozess in der Gesellschaft, dem muss eine Visualisierung Rechnung tragen“, unterstrich Dreier und machte dies an zahlreichen bildlichen Darstellungen von „Bildern im Recht“ und „Bildern für das Recht“ deutlich.

Bundesverfassungsrichtern Susanne Baer blickte im Sinne des Initiativkreises über den „Tellerrand“ hinaus. Sie betonte die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung. „Ein funktionierender Rechtsstaat ist für viele Bundesbürger eine Selbstverständlichkeit. Der Blick in andere Länder, wie in die Türkei oder nach Polen zeigt, dass der Rechtsstaat durchaus eine Errungenschaft ist, die in Gefahr geraten kann“.

Dem Informationsabend schloss sich ein Gang über den alten Sitzungssaal, in das Großherzogliche Palais an. Dieser alte Sitzungssaal - gebaut für Strafprozesse u.a. gegen Terroristen (RAF) - steht bereits unter Denkmalschutz und hat Nachkriegsgeschichte geschrieben. Er soll in das Konzept „Forum Recht“ einbezogen werden.