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14. September 2021

Karlsruher Forum tagt zum Thema "Ist Gesundheit Ansichtssache?"

Pressebild Karlsruher Forum

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Vorträge bieten Antworten aus den Bereichen Recht, Kultur, Technologie und Ethik

Aus ganz unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet das 23. Symposium des Karlsruher Forums das Thema Gesundheit am Mittwoch, 13. Oktober, im ZKM. Eröffnet wird die Tagung um 10 Uhr durch Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup und den Vorstand des ZKM Prof. Dr. Peter Weibel. Mit dem Grundgesetzartikel 2, dem Recht auf Leben und körperliche Gesundheit, setzt Prof. Dr. Stephan Harbarth, Präsident des Bundesverfassungsgerichts den ersten Impuls.

Gesundheit neu gedacht

Ob Patente und Pandemiebekämpfung Gegensätze oder einen Gleichlauf bilden, erläutern Prof. Dr. Lea Tochtermann, Universität Mannheim und Prof. Dr. Martin Stierle, Université du Luxembourg. Anne Jung von Medico International bringt mit ihrem Vortrag "Können Patente töten?" zu bedenkende Aspekte ein. Die in den letzten Monaten häufig diskutierte Frage, ob der Staat zu viel oder zu wenig regelt, führt PD Dr. Andrea Kießling, Ruhr-Universität Bochum aus.

Der Wunsch, sich selbst zu optimieren, sich zu verschönern und seine körperlichen Fähigkeiten zu erweitern oder zu erhalten, geht auch einher mit technischen und digitalen Entwicklungen, wie der elektronischen Patientenakte, die vom Leiter des regionalen Vertragswesens der TK Markus Koffner vorgestellt wird. "Sherlock Health" Martin Tschirsich referiert über Nutzen und Risiken sich digitalisierender Gesundheit.

Die Medizintechnik, seit Jahrhunderten notwendend, so Dipl.-Pol. Christopher Coenen vom KIT, trägt jedoch auch zur Selbstoptimierung des Körpers bei. Wie Gesundheit und Würde des Menschen zusammenhängen, erläutern Jendrik Scholz, DGB zum Thema Arbeits- und Gesundheitsschutz und Prof. Dr. Sabine Oertelt-Prigione, die den ersten Lehrstuhl in Deutschland für geschlechtersensible Medizin an der Universität Bielefeld innehat. Prof. Dr. Jochen Cornelius-Bundschuh, Evangelischer Landesbischof findet Antworten darauf, woran sich die Würde eines Menschen misst.

In zwei kurzen Performances zeigen Simon Pfeffel und Daniel Beerstecher, wie sich zeitgenössische Kunst mit Gesundheit auseinandersetzt. Einerseits wächst nun die Sehnsucht nach einer gesunden Zukunft. Allerdings werden der modernen Medizin auch ethische Grenzen gesetzt, so PD Dr. Joachim Boldt, Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Und was das "Paradigma der Immunität" bedeutet, dazu referiert Prof. Dr. Christina Schües, Universität zu Lübeck.

Ob sich der Blick auf die Gesundheit verändert hat oder verändert wird, wird in der abschließenden Podiumsdiskussion mit den Referierenden, moderiert von Dr. Susanne Asche, beleuchtet.

Teilnahme mit Anmeldung oder per Livestream

Coronabedingt ist die Zahl der Gäste auch in diesem Jahr sehr begrenzt. Daher erfolgt die ausschließliche Anmeldung über den Link auf der Webseite www.karlsruher-forum.de, die am Donnerstag, 16. September, freigeschaltet wird. Dort ist auch das Gesamtprogramm zu finden. Die Veranstaltung wird zudem als Livestream ins Netz übertragen, um vielen Interessierten auf diese Weise die Teilnahme zu ermöglichen. Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos.

Die Tagung des Karlsruher Forums findet in Kooperation mit dem ZKM und dem Kulturamt Karlsruhe statt.