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Karlsruhe: Presseportal

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6. Mai 2022

Schulen für berufliche Perspektiven und Know-how-Transfer ausgezeichnet

Ampeln aus Handarbeit und 3D-Drucker

Ampeln aus Handarbeit und 3D-Drucker

Details und Download

 

Wirtschaftsstiftung Südwest prämiert samt Sonderpreis für Nachhaltigkeit sechs Projekte

Sechs Schulen aus der TechnologieRegion Karlsruhe (TRK) dürfen sich über Urkunden und Preisgelder im Rahmen des jährlichen Schulwettbewerbs zur Berufsorientierung der Wirtschaftsstiftung Südwest freuen. Karlsruhes Erste Bürgermeisterin Gabriele Luczak-Schwarz hob als Schirmherrin hervor: "Projekte mit Praxisbezug werden bei der beruflichen Orientierung gerade in diesen herausfordernden Zeiten noch wichtiger." Insgesamt 22 Projekte aus 21 Schulen des TRK-Gebiets hatten ihre Unternehmungen bei der von Stadt Karlsruhe sowie Sparkasse und Volksbank getragenen Wirtschaftsstiftung eingereicht, die ein frühzeitiges und vom Lehrkörper betreutes Beschäftigen mit Unternehmertum fördert. Nicht zuletzt, um dem grassierenden Fachkräftemangel entgegenzuwirken.

Erfolgreiche Kooperation zweier Karlsruher Schulen

Fünf Projekte, die berufliche Themen mit kaufmännischen, technischen oder ökologischen Inhalten verfolgen, kamen dann wie ausgelobt mit je 500 Euro zum Zuge. Spontan vergaben die Verantwortlichen zudem erstmals einen Sonderpreis Nachhaltigkeit - an das Projekt "Unser Schulkiosk" der beruflichen Engelbert-Bohn-Schule Karlsruhe (EBS). Seit 21 Jahren, solange unterstützt die Wirtschaftsstiftung auch schon Orientierung und Unternehmungen durch die Schülerschaft der Region, betreiben die neunten Klassen die Schülerfirma "Das Gelbe vom Ei": ein nachhaltiges Erfolgsmodell, von dem als Know-how-Transfer der EBS im Zuge der "Lernortkooperation" darüber hinaus seit mehreren Jahren Neuntklässlerinnen und Neuntklässler der Karlsruher Anne-Frank-Gesamtschule profitieren.

Für ausgezeichnetes Arbeiten fand aus Karlsruhe auch das Fichte-Gymnasium Würdigung, an dem Schülerinnen und Schüler CO2-Ampeln konstruieren und herstellen. Zum Einsatz kommen bei der eigentlichen Fertigung eine ganze Reihe von Werkzeugen wie Tischbohrmaschinen, Lötstationen, aber auch 3D-Drucker und eine CNC-Fräse. Die CO2-Ampeln kommen in den Klassenräumen des Gymnasiums zum Einsatz, da besonders in Pandemiezeiten das Thema Raumluft und Belüftung eine große Rolle spielt. Der Zuschuss fließt in die Beschaffung von Materialien wie Microcontroller und LEDs.

Prämien sichern Projekte über Schuljahr hinaus

Generell investieren die Ausgezeichneten des Wettbewerbs in Teile und Hilfsmittel, die auch einen Fortbestand der Projekte sichern. Wie bei der Beruflichen Carl-Benz-Schule Gaggenau mit ihrer Elektrotechnik AG für geflüchtete Mädchen aus Syrien, Afghanistan und dem Irak. Es geht beispielsweise um den Bau einer Powerbank zum Aufladen des Handys, einer Bluetooth Musikbox oder einer Akku betriebenen Webcam. Zur nachhaltigen Stromversorgung verbinden die Schülerinnen ihre Produkte mit Solarpaneelen. Das Ganze komplettiert ein How-to-do-Video mit Untertiteln in arabischer und persischer Sprache. Die Werkrealschule Linkenheim prämierte die Wirtschaftsstiftung für die Berufsorientierung zu zukünftigen Energieformen. Acht- und Neuntklässlerinnen lernen durch Experimente die Grundlagen verschiedener Formen erneuerbarer Energien kennen. Der Klimwandel spielt dabei ebenso eine Rolle wie der verantwortungsbewusste Umgang mit Ressourcen und Energieeffizienz.

Ebenso überzeugte das Projekt "Wir programmieren mit Scratch" an der Rosi-Gollmann-Grundschule in Östringen. Über diese visuelle Programmiersprache erstellen die Kinder ein Spiel, das Bezug zur Schule hat. Es ist auf einer elektronischen Box lauffähig, die aus einem Bausatz angefertigt wird. Dieser Einstieg in die Programmierung soll bei Schülern und vor allem Schülerinnen das Interesse für MINT-Berufe, also auf Kenntnissen von Mathe, Informatik und Naturwissenschaften beruhende wecken. Ebenfalls bedacht wurde die Schillerschule Ettlingen - für ihr Lernspiel NewLEP (New Learning Education Process). Hauptschülerinnen und -schüler der Jahrgangsstufe neun erfanden ein Brettspiel, das mit Schulthemen verbunden werden kann und ihnen hilft, sich durch selbstgesteuerte Lernformen neues Wissen, Denkmethoden und Details anzueignen. Die eigene Herstellung des Brettspiels erfolgt mittels 3D-Konstruktion per CAD und anschließendem 3D-Druck. Hinzu kommt die Programmierung einer App für das Handy.