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Karlsruhe: Presseportal

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22. April 2022

Vortrag zu Sigmar Polke und Albrecht Dürer

Sigmar Polke, Dürer Hase (1968)

Sigmar Polke, Dürer Hase (1968)

Details und Download

 

Ksenija Tschetschik-Hammerl spricht am 27. April in der Städtischen Galerie

Als Begleitprogramm zur aktuellen Ausstellung "Sigmar Polke. Dualismen" in der Städtischen Galerie Karlsruhe hält die Kunsthistorikerin Ksenija Tschetschik-Hammerl am Mittwoch, 27. April, um 18 Uhr einen Vortrag zum Thema "Dürer Hase und Sigmar Polke: Die Verwandlung eines Tiermotivs zwischen Kunst und Haushalt"

Sigmar Polkes "Dürer Hase" aus dem Jahr 1968 scheint eines der berühmtesten Motive der Kunstgeschichte, Albrecht Dürers Aquarellzeichnung "Feldhase" (1502), geradezu höhnisch zu karikieren. Will der Künstler damit den Status des Dürer-Werkes in Frage stellen oder die schonungslose Vermarktung des Motivs in der Massenkultur anprangern?

Der Vortrag von Ksenija Tschetschik-Hammerl regt dazu an, Polkes Kunstzitate und andere Bildreferenzen als ein vielschichtiges Geflecht aus Beziehungen zwischen Kunst und Alltag zu betrachten. Es wird gezeigt, dass Polkes "Dürer Hase" trotz der Prominenz des Dürer-Motivs nicht nur und vielleicht sogar nicht vorrangig den deutschen Renaissancemaler und sein Erbe thematisiert, sondern sich ebenso auf Werke von Joseph Beuys und Dieter Roth sowie auf ein handelsübliches Geschirrtuch bezieht.

 

Ksenija Tschetschik-Hammerl, geb. 1985 in Minsk (Belarus), studierte Kunstgeschichte und Geschichte an der Humboldt Universität zu Berlin, wo sie 2021 promoviert wurde. Im Jahr zuvor erhielt sie ein Stipendium der Anna Polke Stiftung in Köln für das Forschungsprojekt "Hasenschleife. Dürer-Appropriation bei Sigmar Polke". Zur Zeit ist sie Fritz Thyssen Postdoc-Fellow an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg,