Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Presseportal

Zurück

18. November 2020

Zentraler Campus für Werner-von-Siemens-Schule

Konsens und Zuversicht

Konsens und Zuversicht

Details und Download

Grundlage für weiteres Vorgehen

Grundlage für weiteres Vorgehen

Details und Download

 

Künftig ein Standort mit Neubauten und modernisiertem Bestand / Wettbewerbs-Beiträge online zu sehen

Die zurzeit noch auf drei Areale verteilte, inklusiv ausgerichtete Werner-von-Siemens-Schule soll am Hauptstandort an der Kurt-Schumacher-Straße 1 konzentriert, dieser dazu baulich erweitert, modernisiert und barrierefrei gestaltet werden. Auf diese Weise strebt die Stadt ein gut funktionierendes, optisch einheitliches Schulensemble an, das Grund- und Werkrealschule, Neubau und Bestand zu einer Einheit verbindet. Im Endausbau werden maximal 696 Schülerinnen und Schüler am neu entstehenden Campus in der Nordweststadt unterrichtet. Auch aus pädagogischer Sicht versprechen sich die Verantwortlichen darüber eine Erleichterung des Schulalltags für die aktuell dreizügige Grund- und die zweizügige Werkrealschule im gebundenen Ganztag.

Gut eingebunden, gestalterisch hochwertig und nachhaltig

Für die städtebauliche Untersuchung unter Einbezug einer Zweifeld-Sporthalle, die Planung des Erweiterungsneubaus und die Modernisierung sowie Neuorganisation des Bestands lobte die Stadt einen Planungswettbewerb mit vorgeschaltetem Bewerbungsverfahren in Anlehnung an die grundlegende Richtlinie für Planungswettbewerbe von 2013 aus. Ziel ist es, über einen architektonisch anspruchsvollen, funktional und städtebaulich stimmigen Entwurf eine Planungsgrundlage zu erhalten. Qualitative Einbindung in den Kontext, architektonische Qualität, Funktion und Organisation sowie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit bilden die Kernkriterien.

Am überzeugendsten erfüllte der Beitrag des Stuttgarter Büros Thoma.Lay.Buchler.Architekten all diese Voraussetzungen, um unter anderem Aufgabe und Areal gerecht zu werden, das Quartier angemessen aufzuwerten und wie erwünscht besonders nachhaltig im Sinne eines Nullenergiegebäudes zu gestalten, konstatierte die Fachjury einstimmig. "Ich freue mich über das kompetente Bewerberfeld und die vielen guten Vorschläge", betonte Bürgermeister Daniel Fluhrer - und mindestens ebenso freudig: "Wir konnten so für das pädagogische Konzept der Werner-von-Siemens-Schule ein perfekt passendes Gebäudeensemble auswählen." Das nach eigenen Angaben vor allem über die Körnung, gut gesetzte Außenräume, die Zuordnungen, klare Themen der einzelnen Häuser mit jeweils eigenständiger Funktion und eine gestalterische Kraft überzeugte Preisgericht erklärte: "Den Verfassern gelingt durch verhältnismäßig geringe Eingriffe die Entwicklung eines neuen städtebaulichen Ensembles."

Viergeschossiges Klassenhaus kein Fremdkörper

Positiv fiel auch "die Durchlässigkeit des gesamten Areals" auf. Die Grundrissstruktur lasse "eine hohe Flexibilität hinsichtlich räumlicher Veränderungen zu" und sei so klar, dass auch die deutlich herausragende Viergeschossigkeit des Klassenhauses gegenüber den anderen Baukörpern nicht störe. Bereicherung erfahre der Bestand durch zwei spannungsvoll zugeordnete Baukörper, führt das Protokoll zur Einschätzung des da noch wie das gesamte Verfahren anonym gehaltenen späteren Siegerbeitrags aus. Prof. Armin Günster, Architekt aus Stuttgart, stand dem Gremium vor, dem neben anderen Architekten stimmberechtigt Dezernent Fluhrer sowie die Leiterin des Amts für Hochbau und Gebäudewirtschaft, Prof. Anne Sick, und Petra Scheuerer vom Schul- und Sportamt angehörten.

Teile der seit 1960 auf dem fraglichen Grundstück errichteten sechs Gebäude sollen für Raumgewinn und als nicht erweiterbar beziehungsweise dringend modernisierungsbedürftig abgerissen und durch den geplanten Neubau ersetzt werden. Die mitbedachte Sporthalle umfasst gegenwärtig eineinhalb Felder. Der Jugendtreff soll erhalten, unter anderem die Mensa wie der Ganztagesbereich erweitert werden. Die tatsächliche Vorbereitung des Campus-Projekts ist für den Doppelhaushalt 2024/2025 geplant. Über auch jeweils einstimmige Entscheidungen samt Aufteilung des ausgelobten Preisgelds auf die aus Konsens besten fünf Beiträge setzte das Preisgericht die Arge aus schürmann+schürmann Architekten (Stuttgart) und schürmann+witry architekten (Zürich) auf Rang zwei sowie Rossmann & Partner aus Karlsruhe auf den dritten Platz. Anerkennungen erhielten Broghammer, Jana, Wohlleber (Zimmern ob Rottweil) und OHO Architekten (Stuttgart).

Sämtliche eingereichten und bewerteten 17 Entwürfe sind, nachdem die übliche öffentliche Ausstellung Corona-bedingt nicht durchzuführen war, im Rahmen einer Online-Schau ab Freitag, 20. November, auf der städtischen Website (https://www.karlsruhe.de/w-v-siemens-schule) zu finden.