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Karlsruhe: Presseportal

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29. September 2017

Zeitzeugin Hanna Meyer-Moses wird 90 Jahre alt

Glückwünsche aus dem Karlsruher Rathaus

Die ehemalige Karlsruherin und jüdische Zeitzeugin Hanna Meyer-Moses wird am Samstag, 30. September, 90 Jahre alt. Oberbürgermeister Dr. Frank Mentrup schickt Glückwünsche in Meyer-Moses‘ Wahlheimat Schweiz. Er gratuliert der Jubilarin auch im Namen der Stadt und des Gemeinderates.

„Meine Glückwünsche gelten einer mutigen und willensstarken Frau, die ihre Heimat verlassen musste und nur mit sehr viel Glück und der weitsichtigen Entscheidung ihrer Eltern die Deportation überlebt hat“, schreibt das Stadtoberhaupt. Mentrup freut sich besonders, dass Hanna Meyer-Moses trotz schmerzlicher Erinnerungen immer wieder nach Karlsruhe zurückgekommen ist, um etwa an Gedenkveranstaltungen teilzunehmen oder bei Zeitzeugengesprächen über ihre Verfolgung zu berichten – und dies „ohne Anklage an die Nachgeborenen“. „Ihr präzises Erinnerungsvermögen hat viele Details der Geschehnisse erschlossen, die sonst mangels schriftlicher Überlieferung verloren gewesen wären“, fügt Mentrup hinzu.

Hanna Meyer-Moses wurde 1927 in Karlsruhe geboren und 1940 zusammen mit ihrer jüdischen Familie nach Gurs in Frankreich deportiert. Ab 1941 war sie in einem staatlichen Kinderheim, bis ihr schließlich 1943 die Flucht in die Schweiz gelang. Ihre Mutter wurde in Ausschwitz ermordet. 2013 verlieh der Karlsruher Gemeinderat die Ehrenmedaille an Meyer-Moses und Paul Niedermann. Sie sind die beiden letzten Zeitzeugen der Deportation nach Gurs.

 

Hinweis an die Medien: Sperrfrist bis 30. September, 5 Uhr.