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Karlsruhe: Presseportal

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21. März 2012

Kaiserstraße weiterhin die Haupteinkaufsstraße in der City

Kaiserstraße - Haupteinkaufsstraße in der City

Kaiserstraße - Haupteinkaufsstraße in der City

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Ergebnisse der neuen Fußgängerzählungen im Wirtschaftsförderungsausschuss

Seit Beginn der Bauarbeiten zur Kombilösung sind die Fußgängerzahlen in der Karlsruher Innenstadt nur geringfügig zurückgegangen. Dieses Fazit zieht das Amt für Stadtentwicklung aus den im Mai und im Oktober 2011 durchgeführten Fußgängerzählungen. Mit der Auswertung beschäftigte sich der Wirtschaftsförderungsausschuss am Dienstag unter der Leitung von Erster Bürgermeisterin Margret Mergen.

Wie die Leiterin des Amts für Stadtentwicklung, Dr. Edith Wiegelmann-Uhlig, erläuterte, wurden bei den letzten Herbstzählungen an den 24 Zählpunkten in der Innenstadt durchschnittlich 374.000 Fußgängerinnen und Fußgänger gezählt, vor dem Start der Bauarbeiten waren es 399.000. Gezählt wurde jeweils an einem Samstag, da dieser Einkaufstag insbesondere von der "Regionsbevölkerung" für Einkäufe und Erledigungen genutzt werde. Wie bereits in den Vorjahren zeigen die Zählungen den weiterhin steigenden Zulauf der Fächerstraßen in südlicher Richtung auf. Dennoch habe die Kaiserstraße auch im Zuge der Bautätigkeiten ihre Schlüsselfunktion nicht eingebüßt, sie bleibe nach wie vor die Haupteinkaufsstraße der Karlsruhe City. Im Oktober 2011 wurden 59 Prozent der Fußgänger in der Kaiserstraße registriert, in den Fächerstraßen waren es 18,9 Prozent. "Die Stadt ist weiterhin attraktiv für den Einzelhandel", zeigte sich Erste Bürgermeisterin Margret Mergen auch wegen der sichtbaren Investitionsbereitschaft von Hauseigentümern und Investoren zuversichtlich. Angesichts der fortschreitenden Bauarbeiten und der neuen Konkurrenz durch die Eröffnung des Outlet Centers in Roppenheim seien große Anstrengungen notwendig, um weiterhin die gute Erreichbarkeit der Stadt zu gewährleisten. Die Wirtschaftsförderung werde weiterhin alles tun, um Ansiedlungswillige und Investoren zusammen zu bringen.

Eine weiter von der Leiterin des Amts für Stadtentwicklung vorgestellte Untersuchung beschäftigt sich mit der "Forschung und Entwicklung in der Region Mittlerer Oberrhein". Danach werden in den Bereichen Forschung und Entwicklung vom Staats- und vom Hochschulsektor 727 Millionen Euro und von der Privatwirtschaft 539 Millionen Euro jährlich investiert. An den sieben Hochschulen waren 2009 alleine 2.472  Beschäftigte mit Forschung und Entwicklung beschäftigt, hinzu kamen noch 4.828 Forscher und Forscherinnen an elf staatlichen Einrichtungen, wie die vier Fraunhofer Institute, die Bundesanstalt für Wasserbau, das Max-Rubner-Institut, das FZI Forschungszentrum Informatik, das Max-Regner-Institut, der Campus Nord des KIT und das Institut für Transurane. In der Privatwirtschaft forschten 2009 zudem 4.840 Beschäftigte. Mit einem Anteil von 1,5 Prozent an allen Erwerbstätigen hat die Region Mittlerer Oberrhein landesweit die höchste Forscherdichte im öffentlichen Bereich vorzuweisen. Mit einer starken Vernetzung im Bereich der Forschung, der Smarter City-Initiative und dem Bewerben des ausgezeichneten Gründerklimas, so Erste Bürgermeisterin Mergen, werde man seitens der Stadt weiter daran arbeiten, Firmen für Karlsruhe zu begeistern.

Wie der Regionalverband Mittlerer Oberrhein sich die regionale Gewerbeflächenausrichtung vorstellt, erläuterte Verbandsdirektor Dr. Gerd Hager. Bereits in der Vergangenheit seien Gewerbeflächenausweisungen aus dem Flächennutzungsplan nur in dem tatsächlich benötigten Umfang vorgenommen worden. Zukünftige Herausforderungen sind eine intensivere Innenentwicklung, eine Stärkung der Innenstadt und die interkommunale Zusammenarbeit. Verdichtungspotential in Karlsruhe sieht der Regionalverband insbesondere beim KIT (Campus Nord), am Stadteingang Durlacher Allee und im nördlichen Stadtbereich.

Damit zwei etablierte mittelständische Betriebe weiterhin in Karlsruhe bleiben und expandieren können, stimmte der Wirtschaftsförderungsausschuss dem Verkauf zweier städtischer Grundstücke zu. Veräußert wird ein rund 1.700 Quadratmeter großes Grundstück in der Wattstraße sowie rund 5.000 Quadratmeter Fläche in der Wachhausstraße.