Sprung zur Navigation. Sprung zum Inhalt, Sprung zur Suchmaschine

Karlsruhe: Presseportal

Zurück

25. Mai 2011

Karlsruhe sieht Land in der Pflicht, Majolika zu erhalten

Verhandlungen mit LBBW gescheitert/Eindringlicher Appell von OB Fenrich und Gemeinderat an Ministerpräsident Kretschmann

Karlsruhe sieht das Land Baden-Württemberg in der Pflicht, die traditionsreiche Staatliche Majolika Karlsruhe zu erhalten. Der Gemeinderat hat deshalb gestern in nicht öffentlicher Sitzung Oberbürgermeister Heinz Fenrich einstimmig gebeten, einen eindringlichen Appell an Ministerpräsident Winfried Kretschmann zu richten. In seinem Schreiben unterstreicht das Stadtoberhaupt, dass die Ankündigung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW), die Majolika als "staatliche Einrichtung mit großer kulturhistorischer Bedeutung" zu schließen, von der Karlsruher Bevölkerung "mit großer Enttäuschung und auch Unverständnis" aufgenommen worden sei.

"Ein Karlsruher Freundeskreis unternehmerisch geprägter Persönlichkeiten hat sich in den vergangenen Monaten intensiv bemüht, die Majolika in einer Stiftungslösung von der LBBW zu übernehmen", erinnert OB Fenrich und betont, dass die Stadt Karlsruhe dies nach Kräften unterstütze und unter anderem ebenfalls bereit sei, Stiftungsgründer zu werden. "Die Verhandlungen mit der LBBW scheiterten aber an deren Weigerung, den 2011 bis zur tatsächlichen Übernahme durch den Freundeskreis aufgelaufenen Verlust zu tragen und auch die eigentlich selbstverständliche Übernahme von Risiken aus der Vergangenheit zu erklären. Beides ist für den Freundeskreis verständlicherweise inakzeptabel", so Fenrich weiter.

Da "ohne kurzfristige, nachdrückliche Unterstützung durch das Land keine Einigung möglich" sei, bittet Oberbürgermeister Fenrich Ministerpräsident Kretschmann auch im Namen des Karlsruher Gemeinderats um diese Unterstützung - "im Interesse Karlsruhes, aber auch im Interesse eines herausragenden Kulturguts des gesamten Landes Baden-Württemberg".