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Karlsruhe: Presseportal

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4. Juli 2012

Nicolette Kressl will nicht nur am Schreibtisch entscheiden

Antrittsbesuch im Informationszentrum "K".

Antrittsbesuch im Informationszentrum "K".

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Regierungspräsidentin zum Antrittsbesuch bei Stadt Karlsruhe/OB empfängt im K.

Die neue Regierungspräsidentin Nicolette Kressl war dieser Tage zu ihrem Antrittsbesuch bei der Stadt Karlsruhe. Denn sie will nicht nur am Schreibtisch sitzen und von dort Entscheidungen treffen. Sondern sie möchte im engen Kontakt mit den Gebietskörperschaften ihres Regierungsbezirks vor Ort sehen und hören, wo der Schuh drückt. Oberbürgermeister Heinz Fenrich hat die neue Chefin der Landes-Mittelbehörde ins Informationszentrum "K." eingeladen, wo sich Interessierte über das Bauvorhaben "Kombilösung" mit dem Stadtbahntunnel Kaiserstraße und der Untertunnelung der Kriegsstraße schlau machen können. Dieses war auch eines der zahlreichen Themen, über die das Stadtoberhaupt die neue Regierungspräsidentin informierte.Die beiden Geschäftsführer der KASIG, Dr. Walter Casazza und Uwe Konrath, erläuterten Kressl den Baufortschritt und Fenrich bat sie um die weitere Unterstützung des Landes bei dem großen Infrastrukturvorhaben.

Eines der weiteren Themen war das umstrittene Vorhaben einer zweiten Rheinbrücke. Fenrich bat Kressl darum, ihren Einfluss dahingehend geltend zu machen, dass bei den Planungen zumindest die Anbindung an die B 36 vorgesehen wird. Diese ist im derzeitigen Planfeststellungsverfahren nicht enthalten. Besprochen haben Kressl und Fenrich auch den Landschaftspark Rhein. Das Stadtoberhaupt hat darauf hingewiesen, dass nach den Planungen für diesen Landschaftspark zwei Fußgänger- und Fahrradbrücken - über die Einfahrten zum Rheinhafen und zum Yachthafen - vorgesehen seien, um die notwendige Erschließung und Einbindung an die regionalen Netze zu sichern. Allerdings seien die elf und sieben Millionen Euro teuren Vorhaben noch nicht finanziert.
Seine Sorge hat Fenrich darüber ausgedrückt, dass nach Signalen aus dem verfahrensführenden Landratsamt das geplante Wasserwerk Kastenwört - zumindest derzeit - unter Umweltaspekten noch nicht genehmigungsfähig erscheine. Er erinnerte daran, dass Trinkwasser das wichtigste Lebensmittel sei und dass das Wasserwerk Durlacher Wald wegen seiner Nähe zur Güterbahn und den damit zusammenhängenden Umweltrisiken aufgegeben werden müsse. Daher sei das Werk Kastenwört zur zukünftigen Sicherung der Trinkwasserversorgung dringend notwendig. Die Regierungspräsidentin sicherte eine sorgfältige Prüfung des Vorhabens und eine Entscheidung unter Abwägung der zu berücksichtigenden Belangen durch ihre Behörde zu.

Eingangs hatte der Oberbürgermeister das enge und vertrauensvolle Miteinander mit dem Regierungspräsidium ausdrücklich gelobt und sich bei der neuen Behördenleiterin dafür bedankt, dass die Zusammenarbeit mit ihrem Präsidium so problemlos vonstatten gehe. Er freute sich auch darüber, dass Kressl so schnell nach ihrem Amtsantritt zu ihm gekommen sei. "Wir sind stolz darauf, dass der Sitz des Regierungspräsidiums in Karlsruhe ist und nicht in einer anderen Kommune innerhalb des Regierungsbezirks", begrüßte der Oberbürgermeister die neue Regierungspräsidentin.