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Karlsruhe: Presseportal

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16. Juli 2021

Verwaltungen tauschen sich aus

Karlsruher Verwaltung tauscht sich mit Straßburger Partnern aus

Karlsruher Verwaltung tauscht sich mit Straßburger Partnern aus

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Karlsruher Delegation informiert sich über neues Stadtviertel in Straßburg

Ein komplett neues Stadtviertel wird in Europa nur selten entwickelt. Doch in Straßburg passiert gerade genau das. Eine Karlsruher Delegation der Stadtverwaltung ist nun in die europäische Metropole gereist, um einen Eindruck von dem Großprojekt zu gewinnen. Angeführt von Prof. Dr. Anke Karmann-Woessner, Leiterin des Stadtplanungsamts,  informierten sich Beschäftigte des Gartenbau-, Stadtplanungs-, Tiefbau- und Kulturamts, der Wirtschaftsförderung sowie der Stabsstelle Außenbeziehungen und Strategisches Marketing bei dem Verwaltungsaustausch über das Projekt Deux-Rives.

Deux-Rives wird 20.000 Menschen Platz bieten
Bei Deux-Rives (zwei Ufer) handelt es sich um eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Auf einer 250 Hektar großen Fläche entsteht ein komplett neues Stadtviertel – mit Wohnungen, Schulen und Geschäften, Cafés und Kreativräumen. Langfristig sollen 20.000 Einwohner in dem Gebiet am Rhein siedeln. Die Planer legen Wert auf Ökologie und Nachhaltigkeit. Viele Neubauten werden entstehen, aber auch ältere, ehemals industriell genutzte Gebäude werden saniert. Ein Vorbild ist das Areal des Alten Schlachthofs in Karlsruhe. Am Rheinufer werden Wiesen, Kleingärten und Promenaden zur Naherholung angelegt. Hier sieht Eberhard Fischer, Leiter der Stabsstelle Außenbeziehungen und Strategisches Marketing (SAM), einen entscheidenden Unterschied zwischen Straßburg und Karlsruhe: "Das dortige Hafenareal liegt sehr viel zentrumsnäher und bietet enorme Chancen für die Stadtentwicklung."

Exkursionsteilnehmer regen weitere Themen an
Die Teilnehmer der Exkursion nutzten die Gelegenheit, um weitere Themen und Ideen für die nächsten Treffen mit ihren französischen Partnern festzulegen. Ziel ist es, langfristig Wissen auszutauschen und Projekte gemeinsam umzusetzen. Der französische Beauftragte für Europabeziehungen, Jean-Baptiste Schiber, sagte dazu: "Die politische Erwartungshaltung ist groß." Auf Karlsruher Seite wurde unter anderem der Wunsch nach einem Austausch im Bereich Kultur geäußert. Ein weiteres Thema, das von Martin Kissel, Leiter des Tiefbauamtes, angesprochen wurden, ist die Anpassung an den Klimawandel. Ihn interessiert, wie Straßburg mit Starkregen umgeht. Wie sieht die Planung aus? Welche Strategien gibt es?

Das nächste Treffen der beiden Delegationen findet am 20. Oktober in Karlsruhe statt. Thema wird dann die Kreativ-Wirtschaft sein, gab Karmann-Woessner bekannt. Die hiesigen Verantwortlichen laden zu einer Pop-Up-Messe ein.

Finanziert wird der Austausch durch das Walter-Hallstein-Programm
Die Baden-Württemberg-Stiftung fördert das Projekt "Für eine verstärkte Zusammenarbeit der Großräume Karlsruhe und Straßburg" im Rahmen des Walter-Hallstein-Programms durch die Baden-Württemberg Stiftung über zwei Jahre mit einer Summe von 40.000 Euro. Ein Ziel der gemeinsamen Arbeit ist es, beide Städte auf europäischer Ebene sichtbarer zu machen. Karlsruhe und Straßburg haben durch ihre Lage im Oberrheingraben und eine ähnliche Größe analoge Voraussetzungen. Da bieten sich gemeinsame Lösungen bei Stadtplanung, nachhaltiger Mobilität, Klimaanpassung und Wirtschaftsförderung an. Der Austausch der beiden Städte erfolgt zweimal im Jahr. Das Projektmanagement hat die Stabsstelle Außenbeziehungen und Strategisches Marketing (SAM) inne.