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Karlsruhe: Presseportal

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9. April 2021

Amphibienschutz in Neureut

Neu gebaute Amphibienschranke

Neu gebaute Amphibienschranke

Details und Download

 

Feste Schranken an der Alten Bahnlinie installiert / Schäden durch Vandalismus

Um die Krötenwanderstrecke an der Alten Bahnlinie in Neureut zu sichern und damit zu verhindern, dass die besonders geschützten Tiere überfahren werden, wurde die Straße dort auch in diesem Jahr wieder provisorisch mit Baustellenabsperrungen gesperrt. Nicht nur ist die Naturschutzverwaltung aufgrund verschiedener Bundesgesetze dazu verplichtet Maßnahmen zu ergreifen, auch sind Straßen voller überfahrener Kröten für den Verkehr gefährlich, da diese extrem rutschig werden. Es ist vielerorts schon zu schweren Verkehrsunfällen gekommen.

Krötensammeln nicht möglich

An der Alten Bahnlinie ist das sonst übliche Sammeln der Tiere durch ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus Sicherheitsgründen nicht möglich. Das hohe Verkehrsaufkommen, die häufig erhöhte Geschwindigkeit der Fahrzeuge und der fehlende Fußweg machen einen Einsatz schwer umsetzbar und zu gefährlich. Die enge Kurve an der Kreuzung Alte Bahnlinie und Bocksdornweg verringert zusätzlich die Einsehbarkeit des Abschnittes, an dem die höchste Wanderaktivität stattfindet.

Mobile Sperrung keine Dauerlöung

Neben der zeitweisen Sperrung der Straße wurden im Laufe der Planung auch viele Alternativen diskutiert, die alle nicht umsetzbar waren. Da die mobile Absperrung keine Dauerlösung ist, wurden auf der Alten Bahnlinie nun zwei feste Schranken installiert, die im Zeitraum von Februar bis April bei Bedarf geschlossen werden. Die Sperrung erfolgt von 18 Uhr abends bis 8 Uhr morgens in Nächten, in denen mit der Wanderung der Kröten zu rechnen ist. Eine hohe Wanderaktivität ist vor allem an milden und regnerischen Tagen zu erwarten.

Vandalismusschäden im fünfstelligen Bereich

Leider ist es auch in der Amphibiensaison 2021 bereits zu Vandalismus gekommen, wobei die mobilen Absperrungen mehrfach beschädigt wurden. Das dabei an den Tag gelegte zerstörerische und rücksichtslose Verhalten hat sowohl an der Alten Bahnlinie als auch in den Flächenhaften Naturdenkmälern am Grünen Weg und am Heidesee zu Schäden im fünfstelligen Euro-Bereich geführt. Da die Pflichten im Rahmen des gesetzlichen Arten- und Naturschutzes bestehen bleiben, führt andauernder Vandalismus nicht dazu, dass Maßnahmen aufgegeben werden. Stattdessen sollen vermehrte Kontrollen künftig zur Feststellung der Verursachenden und zu Strafanzeigen wegen mutwilliger Zerstörung oder Beschädigung sowie Diebstahl führen.