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Karlsruhe: Presseportal

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27. März 2019

Bewirtschaftung und Pflege des Stadtwaldes

Rückblicke und Zukunftsplanungen im Ausschuss für öffentliche Einrichtungen

Die wirtschaftliche und allgemeine Situation des Stadtwaldes war Thema der jüngsten Sitzung des Ausschusses für öffentliche Einrichtung unter Leitung von Bürgermeisterin Bettina Lisbach.

Wirtschaftliches Ergebnis 2017

Danach fiel 2017 das wirtschaftliche Ergebnis um rund 470.000 Euro besser aus als geplant, betrug das Minus noch rund  3.2 Millionen Euro. Das Preisniveau auf dem Holzmarkt war im Sortimentsdurchschnitt konstant, die ordentlichen Erträge konnten erreicht beziehungsweise um 14.000 Euro überschritten werden.

Waldpädagogik kommt an

Die Waldpädagogik plante und setzte 2017 und 2018 rund 800 Veranstaltungen um. Im laufenden Jahr heißt das Motto "Stadt.Wald.Mensch". Ein zentrales Jahresprogramm richtet sich an verschiedene Zielgruppen. Der Tag der offenen Tür findet am 19. Mai im Waldzentrum statt.

Holzernte und Pflanzungen 2018

Ab 2018, dem ersten Jahr der bis 2027 laufenden neuen Forsteinrichtung, also der langfristigen Planung, wurde eine durchschnittliche jährliche Holznutzungsmenge für den gesamten Stadtwald von 14.500 Kubik-(Fest-)metern bestimmt. Zudem sollen jährlich elf Hektar durch Anbau verjüngt werden.

Geschlagen wurden 2018 insgesamt 12.600 Festmeter, was 84 Prozent der Planung entspricht und dem noch vor der Einrichtung festgelegten nachhaltigen Hiebsatz entspricht. Im Frühjahr 2018 wurden auf 5,6 Hektar, vor allem in der Rheinaue und im Oberwald 17 Baumarten, insgesamt 11.000 junge Bäume gepflanzt. 2.400 Setzlinge, vor allem Kiefern und Eichen, mussten aufgrund der Dürre zudem auf letztjährigen Pflanzflächen nachgepflanzt werden.

Planungen für 2019

Für 2019 ist vorgesehen, 14.200 Kubikmeter Holz zu ernten. Für Laubholz rechnet das Forstamt mit dem Preisniveau der letzten Jahre. Hoch ist die Nachfrage nach Eichenholz, das überwiegend bei Durchforstungen anfällt, denn wegen ihrer Bedeutung für den Natur- und Artenschutz bleiben viele alte Eichen stehen. Industrieholz, etwa für Spanplatten, ist weiter gefragt. Die Preise auf dem durch Stürme und den Borkenkäfer beeinträchtigten Nadelholzmarkt sind dagegen gesunkenen. Stabil ist die Nachfrage nach Brennholz. Neugepflanzt werden sollen 13.000 Bäume der Arten Stileiche, Douglasie, Roterle, Lärche, Roteiche, Esskastanie, Hainbuche, Bergahorn, Nuss, Pappel, Feldahorn, Winterlinde, Silberweide, Vogelbeere und Wildkirsche. Was den Waldschutz anbelangt, muss Fichtenholz, wenn es von Borkenkäfern befallen werden sollte, aufgearbeitet werden. Eine Insektizidbehandlung von waldlagerndem Holz gibt es nicht. Bei Bedarf wird das Käferholz in reine Laubwaldgebiete umgelagert. Bei Trockenschäden müssen verkehrssichernde Maßnahmen durchgeführt werden. Hinsichtlich des Eschentriebsterbens wird weiter darauf gesetzt, wo notwendig, geschädigte oder absterbende Bäume zu entnehmen, in der Hoffnung, dass sich Resistenzen bilden. Gesunde Eschen bleiben stehen. Außerdem laufen Projekte zur biologischen Vielfalt wie die Gestaltung und Pflege von Waldrändern, Kompensations- und Ausgleichsmaßnahmen sowie Erhaltungsmaßnahmen in den Natura 2000-Gebieten. Dazu kommt spezieller  Artenschutz wie die Erhaltung von Heldbock-Brutbäumen sowie die Ausweisung von Eichen-Heldbock-Brutbaumgruppen.