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Karlsruhe: Presseportal

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25. August 2011

Im Albgrün müssen Eichen zurückgeschnitten werden

Gartenbauamt achtet auf Schutz seltener Käfer und Fledermäuse

Verkehrssicherungsmaßnahmen zum Schutz für Spaziergänge sind der Grund dafür, dass zwischen dem 5. und 9. September im Albgrün zwischen Kühlem Krug und Entenfang Eichen beschnitten werden müssen. Die Gärtner schneiden tote Äste ab und reduzieren die Kronen der Bäume. Damit verringern sie die Last für den Baum und sichern so seinen längerfristigen Erhalt. Das städtische Gartenbauamt nimmt die Schnittarbeiten im Benehmen mit der Abteilung Ökologie des Umwelt- und Arbeitsschutzes vor. Die Ökologen sind mit von der Partie, weil die Bäume vom Heldbock oder dem Großen Eichenbock besiedelt sind. Dieser Käfer kommt zwar in Karlsruhe relativ häufig vor und ist an der Alb, im südlichen Hardtwald oder im Oberwald zu finden. Aber insgesamt ist er sehr selten und daher nach Europarecht streng geschützt.

Die Gärtner achten daher bei den Schnittarbeiten genau darauf, den Käfer nicht zu gefährden. Larven, die sich noch im Holz aufhalten, können auch noch nach einigen Jahren an geeigneter Lagerstelle entschlüpfen. Die Ökologen haben bei ihren Untersuchungen auch nachgesehen, ob sich in den Bäumen ebenfalls streng geschützte Fledermäuse aufhalten und dabei weder Sommer- noch Winterquartiere entdeckt. Wegen der Fledermäuse haben Gärtner und Ökologen bewusst den Anfang September für die Schnittarbeiten gewählt, weil die Tiere ihre Sommerquartiere verlassen und die Winterquartiere noch nicht bezogen haben.